18.08.2020 - 16:39 Uhr
RiedenOberpfalz

Serenade beendet das Patrozinium in Rieden

Erstmals in der über 300-jährigen Geschichte der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde das Patrozinium mit Mund-Nasen-Schutz gefeiert. Die Blaskapelle entschädigte die Besucher aber für die Corona-Maßnahmen.

In der über 300-jährigen Geschichte der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt war es das erste Mal, dass man das Pratrozinium mit Mund- und Nasen-Schutz abhalten musste. Aber dafür entschädigte die Blaskapelle St. Georg mit einer sommerlichen Abendserenade in lockerer Runde.
von Paul BöhmProfil

Abstand halten sowie Mund- und Nasenschutz zu tragen war im Coronajahr 2020 das Gebot beim Kirchenfest in Rieden. Aber dafür entschädigte die Blaskapelle St. Georg zum Abschluss des Patroziniumfestes die Teilnehmer nach der Andacht: mit einer kleinen Abendserenade auf dem Kirchenvorplatz. Für die Musiker um Dirigent Miroslav Zgrzendek und Vorsitzenden Sebastian Zapf war es nach fast einem halben Jahr Pause der erste öffentliche Auftritt. Die Gemeinschaft macht die Kirche aus. Deshalb stellte Pfarrer Gottfried Schubach beim Patroziniumsgottesdienst auch die Frage: "Was habe ich davon, wenn ich ein gläubiger Christ bin und was bringt mir dies in meinem Leben?" Knüpfe man die Frage an menschliche Beziehungen wie Ehe, Freundschaft und Familie, dann könne sich jeder ausmalen, was da alles dahinterstecke. Stelle man nur das Ich in den Vordergrund, dann vergesse man die Pflege der Gemeinschaft, die Liebe und die Achtung dem Mitmenschen gegenüber, was sich nicht in einer Kosten-Nutzen-Rechnung bewerten lasse.

Auch für das Fest Maria Himmelfahrt zähle die gemeinsame christliche Basis. "Als Christ weiß ich, warum ich auf der Erde bin. Einfach, weil der Herrgott es will. Und als Christ komme ich mit den schweren Dingen des Lebens besser zurecht", so der Pfarrer, der auch die Nächstenliebe mit all ihren Facetten ansprach. Dadurch werde die Welt besser und auch verständlicher. "Als Christ weiß ich, wohin die Reise geht, nämlich in Gottes ewiges Reich im Himmel", betonte Schubach. "Unsere Kirche mit Leben erfüllen, soll unser Ziel sein." Er erklärte auch das Geheimnis des Hochfests Mariä Himmelfahrt. "Maria ist der Mensch, durch den Gott das Heil in die Welt gebracht hat - seinen Sohn Jesus Christus." Maria sei für die Menschen ein Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes. Ihr ganzes Leben und ihre Aufnahme in den Himmel seien Ausdruck für das, was an den Menschen geschehen sei: "Wir sind erlöst durch Jesus Christus. Das sagt uns unser Glaube und die christliche Einstellung."

Für die Musiker von St. Georg war die Serenade der erste öffentliche Auftritt nach einem halben Jahr Corona-Pause.

Mit einer Abendserenade auf dem Vorplatz der Kirche klang das Patrozinium würdig aus. Der erste Auftritt der Blaskapelle St. Georg nach fast einem halben Jahr Corona-Pause wurde durch die Kirchgänger und Zuhörer mit reichlich Applaus belohnt. Zu hören bei der Serenade waren das Stück "Perfect", die Teruska-Polka, "Nessaja" aus Peter Maffeis "Tabaluga", Reinhard Fendrichs "A Herz wie a Bergwerk", die Märsche "Von der Alb zur Donau" und "Musik, Musik" sowie der "Böhmische Traum" als Zugabe.

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