23.02.2020 - 18:30 Uhr
RiedenOberpfalz

Tausende Zuschauer beim großen Faschingszug in Rieden

Viel Regen und Sturm kündigte der Wetterbericht an. Und wirklich ziehen am Sonntagvormittag schwarze Wolken über dem Vilstal auf – Zeit für die Macher der Narrhalla, Stoßgebete nach oben zu schicken.

von Hubert SöllnerProfil

Als sich dann der Faschingszug formierte, fegte kein Sturm durch Rieden. Ein laues Lüftchen wehte, und wieder drängten sich einige tausend Zuschauer, viele bunt kostümiert, am Straßenrand, um den großen Gaudiwurm zu empfangen. Und es ging Schlag auf Schlag.

Zwei geliehene Goaßn aus Hausen, von Urlaubern aus Kalifornien geführt und vom Wagner Max musikalisch angeleitet, bildeten die Spitze des Zugs. Prinzessin Melanie I. und Prinz Sven I. präsentiertem sich wie das Kinderprinzenpaar Tim I. mit Prinzessin Hanna I. und das Kinderprinzenpaar Johannes I. und Marie I. aus Schmidmühlen in Cabrios. Riedens Bambini-, Jugend-, Kinder- und Prinzengarde erfreute, wie auch die Tanztruppen aus Schmidmühlen, die Zuschauer mit feurigen Auftritten.

Die Riedener Jugendfeuerwehr wusste: "As Ensdorfer Feierwehrauto hod a haffa kost, trotzdem is bald verrost“, während der Wolfsbacher Kirwaverein Wind davon bekommen hatte, dass die Edeka-Eröffnung in Ensdorf bald anstehe, denn: „Wir machen dem Berliner Flughafen Konkurrenz“.

Ein Zirkus war aus dem Badcafé gekommen, und die Gemeinderäte jammerten „Rohrbruch, Wasserleitungsfraß, das macht keinen Spaß“. Ihr Unwesen trieben die Vilshofener Hexen, und der 1. FC Rieden hatte seine Turner-Frauen und Fußballer aufgeboten, Viele Gruppen und Wagen, 32 an der Zahl, waren beim Gaudiwurm dabei. Würstl und Brezen, Popcorn, manches Schnapserl oder Bier wurde von den Wägen herabgereicht, Bonbons und Lollis unters Volk geworfen. Nicht nur Kinder hatten sich schon mit Tragetaschen ausgerüstet.

Dass Nachbarorte wie die Oxnsullner Bears, die Thaheimer Kirwapaare oder die Bouchdna Mädels beim Riedener Faschingszug vertreten sind, hat Tradition. Die Blaskapelle St. Georg spielte zünftig auf, aus zahlreichen Lautsprechern tönten Faschingsschlager. Danach aber ging’s ab in Riedens Wirtshäuser zum großen Faschingsremmidemmi.

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