Generalsaniertes Kolpinghaus in Riglasreuth für Staatspreis nominiert

Riglasreuth bei Neusorg
28.02.2023 - 14:38 Uhr

Eine gute und eine schlechte Nachricht hatte die neue Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Riglasreuth-Weihermühle. Das Kolpinghaus wurde für einen Staatspreis vorgeschlagen. Verzögerungen gibt es bei der Erneuerung der Dorfmitte.

von exa

Eine erfreuliche Nachricht konnte die neue Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft Riglasreuth-Weihermühle Christiane Eggert, sie hatte zum 1. Februar Christian Keller als Vorsitzenden abgelöst, in der öffentlichen Sitzung der Vorstandschaft überbringen: Die erfolgreiche Sanierung des Kolpinghauses Riglasreuth wurde als eine von zwei besonders gelungenen Maßnahmen seitens des Amts für ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz für den Staatspreis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vorgeschlagen.

Neben der gelungenen baulichen Verbesserung und der energetischen Sanierung werde hier durch den Erhalt des gesellschaftlichen Erbes früherer Generationen im ländlichen Raum besonderer Ausdruck verliehen. Bereits 2021 wurde die Generalsanierung des Kolpinghauses abgeschlossen. Als einen „Meilenstein in der Ortsentwicklung von Riglasreuth“, bezeichnete es zu diesem Zeitpunkt Bürgermeister Peter König. Dies bedurfte einer guten Zusammenarbeit und viel Engagement bei allen beteiligten Seiten. 2017 wurde bekannt, dass der Freistaat Bayern Gelder zur Aufwertung und Verbesserung der Lebensqualität in der nördlichen Oberpfalz bereitstellt.

Die Gemeinde Neusorg habe damals schnell entsprechende Projekte angemeldet, um den Umbau des in den 1950er-Jahren errichtete Kolpinghaus in ein modernes Tagungszentrum zu verwirklichen. Durch die „Förderoffensive Nordostbayern“ konnte für das Vorhaben eine Förderquote von 90 Prozent erreicht werden. Auf etwa 500000 Euro beliefen sich die Kosten, die besonders durch das ALE geschultert werden konnten.

Gesellschaftlicher Mittelpunkt

Allein die Nominierung für den Staatspreis "Dorferneuerung und Baukultur" stellt bereits einen großen Erfolg für die Teilnehmergemeinschaft Riglasreuth-Weihermühle dar. "Das Gebäude ist durch die Sanierung zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Riglasreuth geworden", sagte Bürgermeister Peter König im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Kirchliche und weltliche Vereine hätten darin ein neues Vereinsheim gefunden. Als Grund für die Nominierung nennt Peter König verschiedene Aspekte. Ein großer Punkt spielt die Barrierefreiheit, die beim Zugang ins Haus, im Erdgeschoss und auf der Toilettenanlage Beachtung fand. Die moderne digitale Ausstattung mit Großbildmonitor und Internetzugang machen das Gebäude attraktiv. Zudem wurde im und am Haus auf die Farben der Kolpingsfamilie geachtet: orange und schwarz. "Dorferneuerung besteht nicht nur aus Stein und Mörtel, sondern ist auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl", so Peter König.

Neue Ortsmitte verzögert sich

Ernüchternde Nachrichten gab es allerdings bezüglich des Starttermins der Erneuerungsmaßnahme in der Ortsmitte Riglasreuth, verbunden mit der Zufahrt zum Sägewerk Bauer und die Neugestaltung des Platzes rund um die Kirche Sankt Wolfgang. Die deutlich verspätete Genehmigung der Maßnahme in Kombination mit den jahreszeitlichen Einschränkungen bei der Umsetzung führt dazu, dass mit dem Baubeginn erst im Jahr 2024 zu rechnen ist. "2023 werden wir noch die Planungen und die Ausschreibungen durchführen", sagte Bürgermeister König. Hier gilt es gemeinsam mit dem Landkreis Tirschenreuth eine möglichst gute Ausführungsplanung im Zusammenspiel mit der Erneuerung der Ortsdurchfahrt voranzubringen, um eine unterbrechungsfreie Umsetzungsphase zu ermöglichen.

 

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