14.03.2021 - 18:54 Uhr
Oberpfalz

RKI weist Oberpfalz als Mutations-Hotspot aus

Das RKI rechnet mit stark steigenden Infektionszahlen, auch wegen der britischen Corona-Mutation. In einigen Oberpfälzer Kreisen gehen bereits über die Hälfte der Infektionen auf diese Variante zurück. Ein Kreis ist besonders betroffen.

Die Coronavirus-Mutationen machen zunehmend sorge
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Das Robert-Koch-Institut (RKI) prognostiziert für die Woche nach Ostern höhere Neuinfektionszahlen als um Weihnachten. Die Inzidenz könnte dann bei 350 liegen. Grund sei unter anderem die sich rasch ausbreitende Corona-Mutante B.1.1.7, die erstmals in Großbritannien nachgewiesen wurde, heißt es im RKI-Lagebericht. Laut RKI ist die Oberpfalz weiterhin Hotspot für die Ausbreitung dieser britischen Corona-Mutation.

Mit einem Anteil von über 73 Prozent an allen in der vergangenen Woche festgestellten Corona-Infektionen liegt der Landkreis Schwandorf hinter Flensburg bundesweit an zweiter Stelle. Auch das geht aus dem RKI-Lagebericht hervor, in dem erstmals Mutationsfälle auf Landkreisebene ausgewiesen sind. Mit 72,5 Prozent liegt der Landkreis Cham direkt dahinter, auch in der Stadt Weiden ist der Mutationsanteil mit knapp 50 Prozent ungewöhnlich hoch. Der Hotspot-Landkreis Tirschenreuth taucht dagegen nicht unter den durch die Mutation besonders belasteten Kreisen auf.

Laut RKI zeigt sich bei der Variante B.1.1.7 ein exponentiell ansteigender Trend der Sieben-Tage-Inzidenz seit der zweiten Kalenderwoche. Alle zwölf Tage habe sich diese verdoppelt. Demgegenüber zeige der Verlauf bei allen übrigen Varianten einen Rückgang um etwa 19 Prozent pro Woche. Diese beiden Trends würden sich zurzeit noch überlagern, was insgesamt zu der nur langsam ansteigenden Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen vier Wochen geführt habe.

Dieser steigende Trend hielt in Deutschland auch am Sonntag weiter an. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 10 790 neue Corona-Neuinfektionen gemeldet - 2687 mehr als noch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner - kletterte auf 79 (Vortag: 76,1), wie das RKI am Sonntag mitteilte. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 70 weitere Corona-bedingte Todesfälle verzeichnet.

Am vorigen Sonntag hatte das RKI 8103 Neuinfektionen und 96 Todesfälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 66,1. Nach einem deutlichen Rückgang im Januar und Februar setzt sich die seit einigen Tagen festgestellte Zunahme fort. Der Höchststand bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember erreicht worden - er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erreichte am 14. Januar mit 1244 einen Höchstwert.

Die Karte stammt aus dem RKI-Lagebericht vom Freitag. Sie zeigt, wo bereits besonders viele britische Mutationen festgestellt werden.

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