20.02.2020 - 15:49 Uhr
Röthenbach bei KohlbergOberpfalz

Volle Häuser bei Vorstellungsrunden der Kohlberger SPD

Gleich bei zwei Veranstaltungen stellen die Kohlberger Roten den Bürgermeisterkandidaten Mehmet Begen und sechs Marktratsanwärter vor. Sowohl in Röthenbach als auch in Hannersgrün sind die Säle voll.

Abstimmung der Meinungen ist lebensnotwendig. Die SPD-Bürgermeisterkandidaten Mehmet Begen aus Kohlberg (von links), Rainer Vater aus Weiherhammer und Kreisvorsitzender Markus Ludwig aus Störnstein beraten sich in Röthenbach. Alle drei empfehlen sich auch als Kreistagskandidaten.
von Autor JMLProfil

Im Gasthaus Bauer in Röthenbach hatte Mehmet Begen mit seinen Team ein Heimspiel. Auch das Hannersgrüner Feuerwehrhaus war mit Zuhörern gefüllt. „Das sind die glorreichen Sieben“, stellte Begen sich und seine Kandidaten schmunzelnd vor.

Verstärkung bekam der „Röihmbecker“ Anwärter auf den Kohlberger Chefsessel durch SPD-Kreisvorsitzenden Markus Ludwig aus Störnstein und Bürgermeisterkandidat Rainer Vater aus Weiherhammer. Beide wollen, wie auch Begen, im nächsten Kreistag mit entscheiden.

Ludwig informierte in der ersten Veranstaltung über seine Wahlschwerpunkte, Peter Lehr aus Eschenbach als Herausforderer des Landrats tat dies bei der zweiten im Feuerwehrhaus. Er lobte besonders die hohe Übereinstimmung des Kohlberger Wahlprogramms mit dem der Kreistags-SPD bei sozialen Themen. Lehr: „Ein Bürgermeister muss die Menschen schätzen, er braucht den Kontakt zu den Bürgern“. Als freundlicher, netter Mensch sei Begen bestens für den Posten geeignet.

Bei der Vorstellungsrunde der Kandidaten zeigte Begen seine humorige Qualität mit der Bemerkung, dass er ein „Rucksackbayer“ sei. Die Familie stammt aus der Türkei. Er sei hier fest verwurzelt, samt Oberpfälzer Zungenschlag. Begen betrieb 15 Jahre in Weiden und seit 2008 in Weiherhammer ein Lokal mit Pizzaservice und wohnt mit der Familie in Röthenbach.

Wie bei den Roten üblich, wechseln sich die Geschlechter auf den Wahlzetteln ab. So kandidiert auf Rang zwei Inge Österer aus Kohlberg. Sie stellte sich zum Teil in Gedichtform vor. Ihr Schwerpunkt liegt im Zusammenhalt in der Kommune. Mit Karlheinz und Tanja Schmid wird es familiär. Die Eheleute kommen aus Mantel, wohnen seit zwei Jahren in Röthenbach und wollen viel bewegen vor allem im Bereich Kinder und ältere Bürger.

Hubert Hausner ist ein waschechter Röthenbacher. Seit 40 Jahren arbeitet er bei den US-Streitkräften und will mit Kontakten und umsetzbaren Vorschlägen die Kommune und deren Ortsteile voranbringen. Sein Credo: „In Röihmbooch hobn mir immer zsammerghaltn und woos vorwarts bracht!“ Auch sein älterer Bruder Siegfried Hausner kandidiert für den Marktrat. „Es kann nicht sein, dass eine Partei in Kohlberg mit ihrer Mehrheit alles bestimmt. Deshalb müssen wir Mehmet unterstützen“, sagte er. Gattin Hildegard Lindner-Hausner bringt aus jahrelangem, überregionalen Engagement für Umwelt, Natur und gegen Atomkraftwerke sowie den Zerfall von örtlichen Sozialstandards Erfahrungen in die Kommunalpolitik ein.

Alle Kandidaten bestätigen, dass sie es gut finden, dass Begen den Mut hat, sich zur Wahl zu stellen und sie ihm dabei so gut wie möglich helfen. Der Kandidat selbst: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die fest hinter mir steht.“

In Röthenbach ergaben sich aus Begens Ideen für die Zukunft Diskussionen über die finanzielle, bauliche und zeitliche Durchführbarkeit der Vorhaben. Begen und seine Leute fordern für den Markt ein etwa zwölf Jahre umfassendes Finanzierungskonzept, klar strukturiert und mit Priorität auf Maßnahmen im sozialen Bereich wie betreutes Wohnen für ältere Bürger im geplanten Gemeindezentrum. Dazu der Landrats-Herausforderer Lehr: „Es muss hier im Markt und im Landkreis eine Vielfalt an Meinungen und Ideen da sein, denn Einfalt haben wir genügend“.

Abstimmung der Meinungen ist lebensnotwendig. Die SPD-Bürgermeisterkandidaten Mehmet Begen aus Kohlberg (von links), Rainer Vater aus Weiherhammer und Kreisvorsitzender Markus Ludwig aus Störnstein beraten sich in Röthenbach. Alle drei empfehlen sich auch als Kreistagskandidaten.
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