Beim Stubenadvent werden Erinnerungen an die Kindheit wach

Nur mehr wenige Tage, dann ist Weihnachten da, und die stimmungsvollen Adventskonzerte gehören wieder der Vergangenheit an. Dieter Franik erinnerte in Roggenstein an die Weihnacht wie sie früher war.

Dirigentin Kornelia Kraus kam auch heuer wieder in der Roggensteiner Pfarrkirche St. Erhard zum "Stubenadvent" mit dem Veeh-Harfen-Orchester der Musikschule Neustadt/WN vorbei.
von Elisabeth DobmayerProfil

Es sind kleine Perlen, die den Advent fast zu einer Kostbarkeit im Jahreskreislauf machen. Zauberhafte Klänge entlockten die Mitglieder des Veeh-Harfen-Orchesters der Musikschule Neustadt/WN mit Leiterin Kornelia Kraus, die auch in diesem Jahr wieder in die Pfarrkirche St. Erhard ins Luhetal gekommen waren zum „Stubenadvent“.

Vor dem großen Adventskranz, auf dem nur mehr eine Kerze dunkel ist, reihte sich das 16-köpfige Veeh-Harfen-Ensemble auf und stimmte mit einem Menuett auf die besinnliche, staade Stunde ein, zu der die Dirigentin auch Pfarrer Gerhard Schmidt begrüßte, der sich genüsslich unter die knapp 30 Besucher mischte. Sie bedankte sich bei ihm dafür, dass er die Pfarrkirche wieder für diesen musikalischen Beitrag zur Verfügung stellte. Friedlich verträumte Klänge sind es, die von den Zuhörern regelrecht aufgesogen wurden, in der doch oftmals hektischen Vorweihnachtszeit.

Dem weihnachtlichen Rummel entfliehen und den Weihnachtsstress einfach ausblenden, das konnten die Besucher mit diesem Besuch jedenfalls. Im Lichtkegel des vorderen Teils des Gotteshauses, das vom Altar her mit vielen kleinen Lichtern eine heimelige Stimmung in den Raum brachte, folgten ein Hirtenlied oder „Leise rieselt der Schnee“ wie auch „Gegrüaßt seist du Maria“ bis zur Elkhofener Adventsmusik und zum „Jetzt fangen wir zu singen an“. Mit „G’schicht’n von früher“ wartete Dieter Franik auf. „Stad is“ meinte er auch gleich zu Beginn. „Es waar wohl koi gscheider Advent, wann net hoimelig a Kerzerl brennt“, versicherte er. Bei der anschließenden Erzählung zum „Stubenadvent“ war erneut vom Kerzenschein die Rede, in dessen Schein einem so viele Erinnerungen an früher einfallen.

Auch der „Nikolausabend“, das „Frauenbet’n“, „Strohstern basteln“ und die Hausmusik oder die „Hoameligkeit“ fanden Erwähnung und zauberten so manches Mal einen Glanz in die Augen der Zuhörer oder ein Schmunzeln auf deren Mundwinkel. Kurzweilig und gelegentlich auch kritisch schilderte Franik, wie die Weihnachtszeit früher erlebt wurde, als die Zeit wirklich noch still und ruhig ablief.

Spenden waren für die Schwerkrankenhilfe im Hospiz St. Felix in Neustadt/WN bestimmt, die sich über 215 Euro freuen darf.

Es waar wohl koi gscheider Advent, wann net hoimelig a Kerzerl brennt

Dieter Franik

Dieter Franik

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