Roggenstein bei Vohenstrauß
09.10.2018 - 13:25 Uhr

Bürgermeister verspricht Freibier

Die Roggensteiner wünschen sich eine Brauchwasserentnahmestelle ähnlich der in Vohenstrauß am Bauhof. Ob dies erfüllt werden kann, muss sich erst zeigen. Dafür erfreut eine andere Zusage von Andreas Wutzlhofer.

Die Roggensteiner Kinder freuen sich über eine neue Seilbahn. Aber auch sonst wurde der Platz generalüberholt. Bild: dob
Die Roggensteiner Kinder freuen sich über eine neue Seilbahn. Aber auch sonst wurde der Platz generalüberholt.

„Vernünftig wäre es“, erkennt auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer klar an. Hatte es mit der ersten Bürgerversammlung zu tun, dass die Zuhörer zurückhaltender sind und nicht gleich vorweg preschen oder sind die Roggensteiner ein durch und durch zufriedenes Völkchen? Nicht anders kann der Abend im Versammlungsraum des Feuerwehrhauses gewertet werden.

Nach den einstündigen Ausführungen des Bürgermeisters war den 25 Bürgern und den 12 Stadträten eine kleine Pause vergönnt. Mit Genugtuung und prickelnder Vorfreude nahmen die Roggensteiner die Ankündigung des Stadtoberhaupts auf, der am 25. November einen Tag der offenen Tür nach erfolgtem Rathausumbau in Aussicht stellte. „Da gibt’s dann sicherlich Freibier und vielleicht auch ein paar Bratwürstl, denn das macht das Kraut jetzt auch nicht mehr fett.“ Die Stadt hat im vergangenen Jahr kräftig in den Ortsteil investiert und mit der Sanierung der Wasserleitung mit dem modernen System-Primus-Liner der Firma Rädlinger auf einer Länge von 410 Metern rund 63 600 Euro ausgegeben.

In Lämersdorf schlug die Sanierung des Regenwasserkanals und der Dorfstraße mit der Verschönerung des Dorfplatzes mit 75 000 Euro zu Buche. In der Fortführung der Pfarrer-Kreuzer-Straße hin zur Konradshöhe kosteten drei zusätzliche Straßenlampen 10 000 Euro und die Sanierung der Straße mit einer Länge von 160 Metern und einer Breite von 3,20 Metern 22 000 Euro. Wunderbar erneuert und ergänzt wurden auch die Geräte auf dem Spielplatz. Allein die moderne Seilbahn kostete 5700 Euro. Nachdem es zwei konkrete Anfragen für Bauplätze gab, steht der Bürgermeister in Verhandlungen mit privaten Grundstückbesitzern. „Es scheint sich nun doch eine Lösung abzuzeichnen“, informierte Wutzlhofer.

Der städtische Kindergarten Anton-Ferazin braucht eine neue Heizungssteuerung, die auf 5000 Euro veranschlagt wurde. Diese sei nötig, um die Raumtemperatur über die Fußbodenheizung zu regeln. Stefan Urbaneck nahm diese positiven Erläuterungen des Bürgermeisters zum Anlass, der Stadt und dem Stadtratsgremium einmal öffentlich ein herzliches Wort des Dankes auszusprechen. „Wenn man sieht, was da alles passiert ist in Roggenstein.“ Claus Bayer wollte wissen, wie oft der Gartenabfallcontainer bei der Kläranlage entleert wird, denn manchmal gewinne er den Eindruck, dass wegen des vollen Behältnisses die Leute ihre Gartenabfälle davor abkippen. Normalerweise müssten die Roggensteiner ihr Grüngut nach Vohenstrauß zum Bauhof bringen, so der Bürgermeister.

Es sei allein ein Zugeständnis der Stadt, hier einen Container zu platzieren. Dieser wird im regelmäßigen Turnus geleert und die Firma nehme das daneben abgelagerte Material per Greifer auf, berichtete Johann Gösl, der die Firma dafür lobend erwähnte. „Eine unsachgemäße Entsorgung habe ich bisher nicht festgestellt“, so der Stadtrat. Allerdings wird überlegt, ob nicht eine Aufstiegshilfe ein Einkippen der Gartenabfälle erleichtern könnte. Bernhard Schnupfhagn regte für den Aushangkasten der Stadt Vohenstrauß in der Pfarrer-Kreuzer-Straße nicht nur einen Standortwechsel an sondern das gesamte Erscheinungsbild sollte überarbeitet werden. „Die darin veröffentlichte Landkarte ist älter wie ich und somit längst nicht mehr aktuell.“ Überhängende Äste brachte aus sicherheitstechnischen Gründen Wolfgang Kiesbauer in der Ortsmitte ins Spiel. Der Rückschnitt sei mittlerweile kein Problem mehr, da sich der Abschnitt im Besitz der Stadt befindet, entgegnete der Bürgermeister.

Siegfried Kammerer würde sich aus Richtung des steilen Wohngebiets Konradshöhe eine andere Regenwasserführung wünschen. Bei Starkregen werde eine von ihm selbstangelegte Rinne mit Geröll völlig zugeschwemmt und auch die unterhalb liegenden Felder regelrecht ausgespült. Wutzlhofer will sich das Problem einmal ansehen. Josef Wolfrath beantragte ein Temposys-Gerät für die Pfarrer-Kreuzer-Straße, da Autofahrer regelrecht an seinem Anwesen vorbeischießen, wenn sie aus oder in Richtung Matzlesrieth fahren. Nachdem der Spielplatz nun erneuert und auch der Sand ausgetauscht wurden, sprach Alfons Amend von „einem großen Übel“. Hunde- und Katzenbesitzer würden ihre Tiere zum Koten auf das Gelände und in den Sand lassen. Wutzlhofer forderte den Senior zu mehr Zivilcourage auf. Die Bewohner sollten ruhig ein Auge auf die Besitzer haben und Verfehlungen umgehend der Stadt melden.

Nachdem sich gegenüber des Fußballplatzes ein Reservoir befindet, könnten sich die Bewohner vorstellen, hier eine Brauchwasserentnahmestelle zu errichten, um teures Trinkwasser zu sparen. Eine technische Prüfung zur Umsetzung sagte der Rathauschef umgehend zu. Eine neue Teerdecke könnte die Anton-Ferazin-Straße hin zur Kreisstraße in Richtung Pointgraben vertragen, meinte Urbaneck. Laut Gösl war dieser Streckenabschnitt früher die wichtigste Straße im Ortsteil, da es ansonsten keine Möglichkeit gab, nach Roggenstein zu gelangen. Auch das werde überprüft, versprach Wutzlhofer.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer steht bereits in Verhandlungen für neue Baugrundstücke. Die Grundstücke sind in privater Hand. Bild: dob
Bürgermeister Andreas Wutzlhofer steht bereits in Verhandlungen für neue Baugrundstücke. Die Grundstücke sind in privater Hand.
Sauber präsentiert sich nach der Erneuerung die Verlängerung der Pfarrer-Kreuzer-Straße hin zur Konradshöhe. Drei neue Brennstellen sorgen für mehr Licht in der dunklen Jahreszeit. Bild: dob
Sauber präsentiert sich nach der Erneuerung die Verlängerung der Pfarrer-Kreuzer-Straße hin zur Konradshöhe. Drei neue Brennstellen sorgen für mehr Licht in der dunklen Jahreszeit.
 
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