Mit der ersten Bürgerversammlung in Roggenstein am Montagabend erfolgte der Auftakt zu weiteren Veranstaltungen in den jeweiligen Ortsteilen mit dem Abschluss am Montag, 7. Oktober, im großen Rathaussaal für das Stadtgebiet Vohenstrauß. Mit dem Hype um das neue Baugebiet „Sommerwiesen“ hätte sowohl Bürgermeister Andreas Wutzlhofer als auch die Stadträte niemals gerechnet. Im November 2017 erfolgte der erste Bauplatzverkauf. Derzeit sind im Bauabschnitt I (69 Plätze) noch 13 freie Parzellen vorhanden und im Bauabschnitt II bereits 17 Vormerkungen für die insgesamt 29 Bauplätze. Eigentlich war man von einer Baulandreserve für einen Zeitraum von 7 bis 10 Jahren ausgegangen. Jetzt sei bereits eineinhalb Jahre nach Baubeginn die Notwendigkeit gegeben, auch den Bauabschnitt II zu erschließen, erörterte Wutzlhofer. Ein Ingenieurbüro sei bereits im Mai diesen Jahres mit der Planung beauftragt worden. Von der zeitlichen Abfolge sollen die Tiefbauarbeiten noch heuer ausgeschrieben werden und Baubeginn sei dann für das Frühjahr 2020 vorgesehen, damit die Bauplätze bis August 2020 fertiggestellt und bebaubar sind. Insgesamt werden dafür Baukosten in Höhe von 550 000 Euro investiert, die sich in Abwasserentsorgung (189 000), Wasserversorgung (56 000) und Straßenbau (305 000) gliedern. Für einen möglichen Bauabschnitt III soll ein städtebauliches Konzept Hilfestellung geben.
Auch im Hinblick auf das Gewerbegebiet zeichnete sich, laut Wutzlhofer, in den vergangenen zwei Jahren, wegen knapper werdender Gewerbegebietsflächen ein dringender Handlungsbedarf ab. Nachdem alle behördlichen Hürden ausgeräumt waren, wurden die Planungsaufträge für die Erschließung der vorgesehenen Flächen vergeben. Ab nächstes Jahr steht damit eine Erweiterungsfläche von vorerst sechs Hektar zur Verfügung. In Kürze verschaffte der Bürgermeister den Zuhörern eine Übersicht über die bereits vorgenommenen Straßensanierungen in der Kommune, wie dem Braunetsriether Weg, der Fahrenbergstraße, die Gemeindeverbindungsstraße zur Kößlmühle aus Richtung Umgehungsstraße, der Messerpaint Oberlind, Thomasbühlstraße und einer 400 Meter langen Teilstrecke der Anton-Ferazin-Straße am Kammerer-Anwesen vorbei in Roggenstein. Außerdem wurden die Zufahrten und die Platzgestaltungen entlang der Langen Gasse aufgewertet. Dringender Handlungsbedarf besteht jetzt im Bereich der Pleysteiner Straße, die mit 1,24 Millionen Euro veranschlagt wurde.
Neben einigen kleineren baulichen Maßnahmen, wie die Sanierung der Lehrerumkleideräume in der Eglseeturnhalle, die WC-Sanierung und die Spielgeräteerneuerung in der Grundschule oder der Einbau einer Klimaanlage für die Ganztagsklassen in der Mittelschule, stand zumindest planerisch eine Großbaustelle ins Haus. 1,1 Millionen Euro investiert die Stadt in die Generalsanierung der Dreifachturnhalle die ebenfalls bewerkstelligt werden will.
Knapp eine Million Euro, das sind zwei Drittel der Gesamtkosten, trägt die Stadt auch für die Generalsanierung des katholischen Kindergartens Don Bosco. Davon werden 550 000 Euro vom Freistaat gefördert, so dass der verbleibende Eigenanteil der Stadt bei 440 000 Euro liegt. An dieser Stelle dankte Bürgermeister Wutzlhofer den kirchlichen Trägern für ihren großen Einsatz, im Sinne einer bedarfsgerechten und hochwertigen Kindertagesbetreuung. Ohne diese wäre dieses Thema mit den Folgen einer wachsenden Stadt und dem sich veränderten Familienbild nur schwer zu lösen. Welche Überraschungen immer wieder auftreten können, wurde den Verantwortlichen mit dem Engpass bei den Kindergartenplätzen für das kommende Jahr sehr deutlich aufgezeigt. Auch hier hätten die Verantwortlichen des Evangelischen Haus für Kinder Gottfried Sperl eine Lösung des Problems ermöglicht. Auf dem Gelände der Einrichtung werde nun eine Containerunterkunft entstehen, die 60 Hortkindern und bis zu 22 Kindern in einer altersgeöffneten Kindergartengruppe Platz bieten wird. Die zu erwartenden Anschaffungskosten in Höhe von rund 400 000 Euro seien dabei nachrangig, da die Stadt dem Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz gerecht werden müsse. Außerdem wolle man damit den Trend, der sich gut entwickelnden Stadt absichern, ließ Wutzlhofer keine Zweifel auftreten. Ende Oktober sollen die Container bezugsfertig sein.





















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