Goldene Ehrennadel

In erster Linie ist es Kapellmeister Josef Wolfrath zu verdanken, dass die Jugendkapelle Roggenstein so einen Erfolg hinlegt. Bis in die Nürnberger Gegend reist das Ensemble mittlerweile schon für Auftritte.

Ohne Josef Wolfrath (Mitte) wäre die Jugendkapelle Roggenstein undenkbar. Ihm ist in erster Linie der Erfolg zu verdanken. Der Bezirksvorsitzende des Nordbayerischen Musikbunds, Gerhard Engel (rechts), brachte zur Überraschung von Wolfrath nicht nur die goldene Ehrennadel sondern auch den seit längerem vermissten goldenen Dirigentenstab zurück, den Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in der Hand hält. Auch das Stadtoberhaupt gratulierte dem engagierten Kapellmeister zur Auszeichnung.
von Elisabeth DobmayerProfil

Die Mund-zu-Mund-Propaganda in Musikkreisen bringe immer wieder neue Angebote. Heuer geht es am 25. Mai zu einem Blasmusik-Open-Air nach Regen. Die Zusage machte der Dirigent bereits, ohne es vorher den Musikanten zu verraten. An der Jahreshauptversammlung ließ er, zur Überraschung der Kapellenmitglieder, die Katze aus dem Sack. „Wir stemmen das“, so die einhellige Meinung.

Im Jahr 2021 steht das 50-jährige Bestehen der Roggensteiner Musikkapelle an und das Fest will groß vorbereitet sein, machte Wolfrath deutlich. Bis dahin wolle er weiter an der Qualität der Gruppe feilen. „Da wird mir nicht bang und dann seid ihr eine unschlagbare Truppe“, war Wolfrath überzeugt. Bei der Waldweihnacht am Schützenhaus und dem anschließenden Auftritt legte der Kapellmeister spontan seine Hände in den Schoß und ließ Sophia Haupt als erste Musiklehrerin aus den eigenen Reihen der Jugendkapelle Roggenstein gewähren.

Fast von Beginn des Bestehens gehört Wolfrath zum Ensemble und übernahm früh Verantwortung. Zeit, ihn für 40 Jahre an erster Front zu würdigen. Wenn schon Bezirksvorsitzender Gerhard Engel vom Nordbayerischen Musikbund aus Neumarkt nach Roggenstein anreist, dann ist Besonderes zu erwarten. Er brachte neben einer Urkunde die goldene Ehrennadel für Wolfraths Dirigententätigkeit mit. „Gute Dirigenten sind Mangelware“, fand der Bezirksvertreter.

Vorsitzender Ferdinand K. Münch fädelte mit dem Bezirksvorsitzenden geschickt eine super Überraschung ein. Beim Auftritt im Walter-Siegert-Caritasheim im Dezember ließ Wolfrath den Dirigentenstab offenbar liegen. Konnte sich später aber nicht genau daran erinnern, wo er den Taktstock letztmals benützte. Münch hatte schon längst seine Finger im Spiel und schickte den Stab per Post zum Bezirksvorsitzenden, und der gab ihn nun in feierlicher Runde an den Besitzer zurück, der sichtlich froh war, das wertvolle Stück wieder erhalten zu haben. Münch ließ zudem eine aufwendig gedrechselte Hülle aus Lindenholz für die Aufbewahrung anfertigen, die Wolfrath freudestrahlend entgegennahm.

Engel gratulierte allen Amtsträgern für ihren Einsatz bei der Jugendkapelle und wünschte die nötige Ausdauer, Kraft und Geduld sowie ein gewisses Maß an Freude für die bevorstehenden Aufgaben. Nachdem Münch seit einem Jahr auch Engels Stellvertreter auf Bezirksebene ist, wollte er diesen Abend nutzen, Münch ebenfalls für sein großartiges Engagement zu danken. Die Anhebung des Jahresbeitrags befand der Bezirksvorsitzende als gerechtfertigt.

Stadtrat Johann Gösl bedankte sich für die spontane Teilnahme an der Waldweihnacht und für die musikalische Gestaltung bei der Christbaumversteigerung bei den „Edelweiß“-Schützen. Renate Kellner überreichte dem Vorsitzenden einen Blumenstock und Badesalz, damit er sich entsprechend von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei der Jugendkapelle erholen könne. „Danke für die vielen Stunden, die Du dem Verein opferst.“ Allerdings habe man nirgends eine größere Erholung als bei Musik, meinte sie.

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