Roggenstein bei Vohenstrauß
11.07.2019 - 15:32 Uhr

Per Zweirad zum Wallfahrtsort Altötting

Zu Fuß gehen jedes Jahr tausende in den oberbayerischen Marienwallfahrtsort Altötting zu "Unserer Lieben Frau". Die Roggensteiner Radgruppe erkundet die Etappe schon über 30 Mal von Roggenstein aus mit dem Bike.

Vor der Gnadenkapelle stellen sich die Radfahrer zu einem Erinnerungsfoto zusammen. Ältester Teilnehmer war Peter Rauch (links, kniend), jüngster Teilnehmer Konstantin Danzl (kniend, Zweiter von rechts). Hauptorganisator ist Wolfgang Kiesbauer (vorne, rechts) der die Tour schon über 30 Mal schaffte. Bild: dob
Vor der Gnadenkapelle stellen sich die Radfahrer zu einem Erinnerungsfoto zusammen. Ältester Teilnehmer war Peter Rauch (links, kniend), jüngster Teilnehmer Konstantin Danzl (kniend, Zweiter von rechts). Hauptorganisator ist Wolfgang Kiesbauer (vorne, rechts) der die Tour schon über 30 Mal schaffte.

Eine Roggensteiner Radfahrergruppe unternahm zum oberbayerischen Marienheiligtum in Altötting wieder eine Wallfahrt der besonderen Art. Über 30 Mal haben sich die Zweiradfahrer schon in lockerer Runde für diese Gnadenort-Tour zusammengefunden und die 215 Kilometer lange Strecke heruntergestrampelt. „Wir sind alle wohlbehalten und gesund auf dem Kapellenplatz eingetroffen“, schrieb Hauptorganisator Wolfgang Kiesbauer nach der Ankunft überglücklich. Um 5.30 Uhr startete die Gruppe an der Pfarrkirche St. Erhard in der Dorfmitte. Über Regensburg und Dingolfing trafen sie acht Stunden später am Ziel ein. Bei drei kurzen Pausen tankten die Wallfahrer wieder Kraft für die Weiterfahrt.

Willi Bayerl wollte kurz vor seinem 60. Geburtstag noch einmal beweisen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Peter Rauch aus Weiden war mit 62 Jahren ältester Radler in der Truppe und schaffte die Etappen mit Bravour. Er ist Koch in der Justizvollzugsanstalt in Weiden und nutzt die Fahrt als Ausgleich zu seinem Beruf. Konstantin Danzl aus Amberg dagegen ist mit seinen 17 Jahren jüngster Teilnehmer. Er hatte aber keinerlei Mühen mit den passionierten Radfahrern mitzuhalten. Magdalena Lang traute sich als einzige Frau, an der Tour teilzunehmen. Nach einer Erholphase am Ziel und einer Übernachtung in privater Unterkunft nahmen die Wallfahrer um 6 Uhr an der Frühmesse in der Gnadenkapelle bei der Schwarzen Madonna teil. Danach trat der Großteil der Gruppe mit dem Auto die Rückreise an. Drei Radler ließen es sich nicht nehmen und fuhren mit ihrem Drahtesel auch wieder zurück in ihre Heimatorte. Wolfgang Kiesbauer ist stolz, dass sich jedes Jahr eine Gruppe zusammenfindet und diese Tradition aufrecht erhält. Nachdem sich die nicht ganz leichte Tour unter den Radfahrern herumspricht, wechselt die Mannschaft gelegentlich, bis auf eine Stammgruppe, durch.

 
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