12.07.2018 - 13:01 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Aktivität und Gemeinschaft auf dem Weg Gottes

Weihbischof Reinhard Pappenberger spendete am Mittwoch 55 Jugendlichen aus Tirschenreuth, Wondreb und Rosall das Sakrament der Firmung. In seiner Predigt betonte er, wie wichtig ein Gemeinschaftsgefühl ist.

Weihbischof Reinhard Pappenberger spendet insgesamt 55 Jugendlichen aus Tirschenreuth, Wondreb und Rosall das Sakrament der Firmung. Einige Firmlinge und ihre Paten gestalteten den Gottesdienst mit.
von Redaktion ONETZProfil

"Es ist überraschend schnell gegangen", begann Weihbischof Reinhard Pappenberger seine Predigt. Er sei überrascht, wie rasant der Auftrag des Auferstandenen in die Welt wanderte: "Die Botschaft hat alle erreicht. Die Menschen haben das Evangelium gehört und sind Christen geworden." Der Apostel Paulus sei zum Beispiel mit Pferd oder mit Schiff gereist - ohne Handy oder Internet. "Auch euer Weg zur Firmung ging schnell. Mit Taufe und Kommunion erhaltet ihr nun mit der Firmung das letzte der heiligen drei Sakramente Gottes." Alle 55 Firmlinge aus Tirschenreuth, Wondreb und Rosall werden auf ihrem Glaubens- und Lebensweg von ihrem Firmpaten unterstützen.

Firmlinge lesen Fürbitten

Ein paar Firmlinge und Paten beteiligten sich an der Gestaltung des Gottesdienstes und trugen mitunter Fürbitten vor. Im Firmgottesdienst kam auch die Sprache auf Benedikt von Nursia, Abt und Ordensgründer des Frühmittelalters. "Schon Benedikt sprach vom Segen des ,pax', also des Friedens, auch wenn Kreuz- und andere Kriege die Bedeutung des Kreuzes verbogen haben. Die Welt braucht einen friedlichen Lebensraum", erklärte der Bischof.

Neben Pappenberger standen auch Tirschenreuths Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, sowie Pfarrer Ifemeja Charles und Armin Maierhöfer am Altar.

Gemeinsame Zeit wichtig

Alle Firmlinge bereiteten sich zuvor in sechs Gottesdiensten auf ihre Firmung vor und fuhren für ein Wochenende in das Kloster Ensdorf. Zusätzlich dazu verbrachten die Kinder viel Zeit bei gemeinsamen Aktivitäten seit der ersten Informationsveranstaltung Ende Januar: Sie besuchten die Tafel in Mitterteich, ließen sich von der Luisenburg verzaubern, gestalteten den Jugendkreuzweg und unternahmen zusammen eine Radtour. Weiterhin bastelte jeder Firmling ein Lebenskreuz aus Pappe und verzierte es individuell.

Pappenberger betonte, wie wichtig dieses Gemeinschaftsgefühl sei: "Egal, wo ihr euch befindet, achtet auf Zeichen Gottes. Egal ob in Rom oder in Amerika, es finden sich überall Beweise, dass es Christus gibt." Gleichzeitig appellierte er, den Glauben nicht aussterben zu lassen: "Momentan schwächeln die Christen. Wenn ihr nicht seid, wird es irgendwann kein Evangelium mehr geben. Wie wenn man einen Fuß abtrennt und den Blutfluss unterbindet oder den Stecker zieht und die Lichter ausgehen lässt." Auch in schweren Zeiten solle Jesus der sein, der die Jugendlichen zu neuer Hoffnung führe. "Jeder hört die Sprache des Herrn", betonte Pappenberger nach Lesung der Apostelgeschichte. "Wir müssen nur zuhören."

Weihbischof Reinhard Pappenberger spendet insgesamt 55 Jugendlichen aus Tirschenreuth, Wondreb und Rosall das Sakrament der Firmung.
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