Band mit ordentlichem „Wumms“

„Boppin’B“ überzeugen im „Salute“ als Botschafter des Rock’n’Roll und Rockabilly. Ein Aufwärmprogramm braucht es nicht

„Boppin’B“ zeigte am Samstag auf der Saalbühne des Rockmusikclubs „Salute“ eine Show mit klasse Musik und zum Teil akrobatischen Einlagen. Bild: lst
von Autor LSTProfil

Die Zahlen sind beeindruckend, genauso wie der Auftritt am Samstag im ausverkauften Saal des Rothenstädter Rockmusikclubs „Salute“: 33 Jahre Bandgeschichte aufm Buckel, über 5000 Auftritte, 200.000 verkaufte Alben und 13 in Umlauf gebrachte eigene Scheiben – nüchtern betrachtet, lässt sich „Boppin’B“ darauf beschränken. Aber: Die fünf Jungs aus Aschaffenburg sind mehr. Sie sind die Botschafter des Rock’n’Roll und Rockabilly. Emotional gesagt: eine Band mit ordentlichem „Wumms“!

„Das Konzert selber war der Burner. Die Leute tanzten Rock’n‘ Roll und feierten. Die Band ist so energiegeladen, das überträgt sich einfach auf die Besucher“, fiel dann auch das Fazit von „Salute“-Chef Thomas Bauer dementsprechend euphorisch aus. Zu Recht, denn „Boppin’B“ mit dem neuen Sänger Michi Bock hielt sich im „Salute“ nicht mit einer halben Stunde Aufwärmprogramm auf. Von Anfang an zählte nur eines: Vollgas, Spaß ist Programm.

Das Quintett, und das wurde in Rohenstadt einmal mehr deutlich, hat sich ausgehend vom Rockabilly zu einer Band entwickelt, die über die Jahre ihren eigenen Stil entwickelt hat. Und das mit Elementen aus Ska, Swing, Punk und Pop. Zwischendurch hatten die Fünf in Vollendung bekannte Popsongs auf ihre Art gecovert, mittlerweile liegt der Schwerpunkt auf selbst geschriebenen Stücken.

Sänger Michi Bock unterhielt das Publikum mit lustigen Anekdoten. Bassist Didi Beck spielte seine unglaublichen Kontrabass-Soli mit umgedrehtem Instrument und Saxofonist Frank Seefeldt gab den Songs mit seiner Altsaxophon-Begleitung den unverkennbaren „Boppin’B“-Sound. Und zu guter Letzt bestieg Gitarrist Golo Sturm auch mal die Bass-Trommel von Schlagzeuger Thomas Weiser.

Neben eigenen Songs spielte die „Boppin’B“ Coverhits, die auf den ersten Blick kaum zusammen passten, doch vorgetragen alles eines gemeinsam hatten: Sie brachten den Saal zum Kochen. Es wurde gerockt und geswingt zu Soft Cells „Tainted Love“ und „Winds of Change“ der „Scorpions“. Zu „I wanna be like you“, im Original gesungen vom Dschungelbuch-Oberaffen King Louis ging die Party richtig ab.

Dass die selbsternannte „Scheißkapelle“ schon seit 1985 in der Musiklandschaft unterwegs ist, war ihr nicht anzumerken. Ihre Live-Performance war auch im „Salute“ legendär und bestach durch die erwähnten teilweise akrobatischen Showeinlagen, abgerundet mit eigenen Songs aus ihren beiden letzten Alben „B.A.N.G.“ und „Monkey Business“, zeigten „Boppin’B“, dass sie der lebende Beweis sind, dass sich Kontinuität und Kreativität nicht ausschließen, sondern in dieser Konstellation zum Erfolg führen – was die Zahlen zeigen.

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