Eine Rekordbeteiligung verzeichnete das traditionelle Geldbeutelwaschen am Aschermittwoch an der Hösl-Bräu-Schänke. Die Teilnehmer bedauerten das jähe Ende der Faschingszeit. Gerüchte kursierten im Stadtteil, ob etwa heuer besonders ausgiebig der Fasching gefeiert wurde und sehnlichst eine neue Geldschwemme im Portemonnaie gebraucht wird. Festredner Günther Mayer hielt eine Traueransprache: „Nun in Bayern gibt’s Traditionen ohne Frag’ und so halten wir den Geldbeutelwaschtag. Drum wasch’ma im Dorfbachwasser unsere Geldbeutel aus. Denn je feuchter und nasser soll es sein und des wär’ ja recht sche – soll’s wieder a neis Geld reinspül’n ins Portemonnaie Heimat ist nicht nur Kultur und Tracht, des is da wo man zufrieden is’ und lacht. Da wo ma von den Kirchenglocken kennt den Klang, da san mir daham“, verkündete Mayer.".“
Er und forderte zum Herauswaschen aller Moneten in der bereitgestellten Zinkwanne auf. Das Geheimnis: Nur mittels frisch geschöpften Wasser aus dem angrenzenden Dorfbach gelingt die Geldvermehrung. Bei einem Gast nahm es mit dem Auswaschen sehr genau und siehe da in der Waschwanne fand sich sogar noch ein 10-Pfennigstück aus der alten DM-Zeit. Die ausgespülten Geldbörsen kamen zum Trocknen an die Wäscheleine. Wirtin Piroschka Hösl begrüßte alle auf das Herzlichste und wusch auch ihren Wirtshausgeldbeutel aus. Sie kredenze anschließend Fisch als erste Fastenmittagsspeise. Der Spendenerlös brachte bereits die Rekordsumme von 199 Euro, 78 Cent und 10 Pfennig. Mit dem Zylinder sammelte Mayer in der Wirtsstube weiter. Der Spendenerlös kommt der örtlichen Rotkreuzbereitschaft zugute.



















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