Pfarrerstochter Ronja Künkler aus Rothenstadt: Album und Konzert durch Crowdfunding

Wer mit Ronja Künkler befreundet ist, der geht ein Risiko ein: "Bei Freunden ist die Gefahr groß, dass sie in meinen Texten landen." Die Rothenstädterin spielt am Freitag ihr Release-Konzert zum ersten Album, mit Hilfe von Crowdfunding.

Ronja Künkler veröffentlicht ihr erstes Album "Gartenparty". Die Motive im Album hat sie passend zu ihren Songtiteln wie "Menschenbild" und "Gedankenmeer" gewählt.
von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Um das Album zu veröffentlichen, wählte die 20-jährige Ronja Künkler einen mittlerweile nicht mehr so ungewöhnlichen Weg: Crowdfunding. Über 3000 Euro kamen zusammen, weit mehr als ihr erwartetes Ziel von 2000 Euro. 65 Leute haben Geld gegeben. „Die meisten davon kannte ich, Freunde aus Regensburg oder Leute aus dem Umkreis meiner Familie. Aber zwei, drei Namen sagten mir gar nichts.“ Die Leute konnten das Geld einfach so geben oder auch eine Gegenleistung bekommen, ein Album etwa, oder Tickets zu ihrem Release-Konzert am Freitag, 31. Januar, in der Alten Mälze, bei der Newcomer-Reihe „Heimspiel“.

Der größte Crowdfunding-Betrag kam von Freuden aus Tschechien. 400 Euro hat ein ehemaliger Gastschüler ihrer Familie für ein Wohnzimmerkonzert gezahlt, das spielt sie dann im Sommer.

Der Vater der jungen Sängerin, die mittlerweile Politikwissenschaften und Philosophie in Regensburg studiert, ist Rothenstadts Ruhestandspfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler. Damit hat sie einen guten Background für eine Musikkarriere. „Das Credo in unserer Familie war: Jeder spielt ein Instrument. Wir haben viel zusammen gesungen und musiziert.“ Am Anfang spielte Ronja Künkler auf Hochzeiten. Da sei natürlich der Papa als Pfarrer ein guter Vermittler gewesen. Die 20-Jährige hat schon als Kleinkind Klavier und Flöte gelernt, später Saxofon und gespielt und sich das Gitarrespielen selbst beigebracht. Sie habe viel am Lagerfeuer gesungen und gespielt. Dazu passt auch der Titel ihres Albums: „Gartenparty“.

Zum Songwriting sei sie gekommen, als sie mit 14 Jahren ihr Faible für Sprache und Lyrik entwickelte. Seitdem verarbeite sie alles, was sie so erlebe, in ihren Liedern. „Wenn mich etwas im Leben beschäftigt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein Song daraus entsteht.“

Ronja Künkler veröffentlicht ihr erstes Album "Gartenparty". Die Motive im Album hat sie passend zu ihren Songtiteln wie "Menschenbild" und "Gedankenmeer" gewählt.

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