St. Marien: Erste Messe vor 125 Jahren

Vor 125 Jahren kam ein Abt aus dem Kloster Metten in die Pfarrei St. Marien zur Benediktion. Zum Jubiläumsgottesdienst feiert wieder ein Abt aus Niederbayern mit den Rothenstädter Gläubigen das Jubiläum.

Den Festgottesdienst zur 125-jährigen Weihe der Pfarrkirche Mariä Mutterschaft in Rothenstadt feiern Abt Wolfgang Maria Hagl und Stadtpfarrer Heribert Englhard (rechts daneben) mit Konzelebranten und einer großen Kirchengemeinde.
von Autor rdoProfil

Am 11. November 1894 ist die katholische Pfarrkirche Mariä Mutterschaft in Rothenstadt wegen einer damals komplizierten Rechtslage nur durch eine einfache Segnung (Benediktion) durch Abt Benedikt Braunmüller aus dem Kloster Metten als Kirche in den Dienst gestellt worden. Damit konnte auch zum ersten Mal Heilige Messe gefeiert werden. Patronatsherr und Kirchenstifter war der letzte Herr der 300-jährigen Sazenhofer Dynastie, der als Rosenkranzbaron geschätzte Eduard C. von Sazenhofen. Die feierliche Konsekration fand dann am 19. Juli 1905 durch den Regensburger Weihbischof statt.

Um dieses 125-jährige Weihejubiläum zu begehen, lud die Pfarrgemeinde St. Marien mit Pfarrer Heribert Englhard Abt Wolfgang Maria Hagl aus dem Benediktinerkloster Metten zur Festmesse ein. In Konzelebranten mit Abt Wolfgang hielten die Geistlichen Heribert Englhard, Alois Lehner, Fanz Winklmann und Reinald Bogensperger den feierlichen Festgottesdienst umrahmt von Fahnenabordnungen vieler Vereine und Organisationen.

„Mit großer Freude können wir heute das 125-jährige der Benediktion feiern“, sagte der Abt. Das Entstehen der Kirche benötigte damals größte Opfer in Rothenstadt. Dank Landwirt Georg Hägler, der Grund spendete, und mit Initiative und Unterstützung von Baron von Sazenhofen gelang die Realisierung. Das Gotteshaus ist seither geistliche Heimat und begleite die Menschen von der Wiege bis zur Bahre. Zukunft brauche Herkunft und die Jubiläen sollten Ansporn sein und Kraft freisetzen für Neues.

Der Kirchenchor gestaltete die Liturgie und sang die Messe von Michael Haydn „A tre voci“ mit Solistin Manuela Falk, die auch den Chor leitete. Der Jugendchor Somesing beteiligte sich mit einem Musikstück. Nach dem Auszug aus dem Gotteshaus war eine Begegnung der Pfarreigemeinschaft Rothenstadt-Etzenricht am Kirchplatz mit Getränken und Bratwurstsemmeln, die der Burschenverein servierte. Als Wegzehrung erhielt der Abt einen Oberpfälzer Brotzeitkorb als Dank von Pfarrer Heribert Englhard.

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