Stöckl trennen weniger als 1000 Kilometer vom Nordkap

Unaufhaltsam, Tritt für Tritt - Radsportler Wolfgang Stöckl kommt dem Nordkap näher. Am Mittwochvormittag erreichte der Rothenstädter eine besondere Wegmarke - bei eher unerwartetem Wetter.

Wolfgang Stöckl am Polarkreis.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

(wüw) In Deutschland erinnerte der Mittwochvormittag an den Herbst, in Nordschweden an puren Sommer. Wolfgang Stöckl ist das recht, sein Unternehmen ist hart genug, auch ohne schlechtes Wetter. 13 Tage dauert die Radtour des 51-Jährigen von Rothenstadt ans Nordkap bereits. Am Wochenende dürfte er den nördlichsten Punkt des europäischen Kontinents erreichen, am Mittwoch sandte der Extremsportler an Freunde und Fans in der Heimat schon einmal ein Foto von einem anderen prestigeträchtigen Punkt. Wolfgang Stöckl hat den Polarkreis überschritten.

Nachdem ihn die Fähre von Rügen nach Trelleborg in Schweden gebracht hatte (wir berichteten), führte die Route über Jönköpping, Stockholm, Bergby und Umeå immer nach Norden. Zunächst rollte die Tour nahe der Ostsee entlang, am Dienstag hat Stöckl diese nun verlassen. Er steuert auf einen schmalen Steifen Finnland zu. Wenn er diesen passiert hat, geht es durch Norwegen ans Kap.

Obwohl das Wetter mitspielt, ist die Reise hart. Immer wieder melde sich sein angeschlagener Rücken, berichtet Stöckl. Der Verkehr sei stärker, als man es vom einsamen Skandinavien vermute. Dazu kamen bisher einige kleinere Pannen und immer wieder der Gegenwind, der für den Kopf schwer zu ertragen ist und die Fahrt bremst.

Negativer Höhepunkt war bisher Tag 10. Nach einer Tour über 238 Kilometer musste Stöckl feststellen, dass die reservierte Jugendherberge in Umeå nicht geöffnet hatte. Um 22 Uhr ging es auf Herbergs- und Nahrungssuche. Erst um 0.30 Uhr lag Stöckl nach einem 20-Stunden-Tag in einem Hotelbett. Zum Ausgleich sollte Tag 11 zum Ruhetag werden - Stöckl fuhr "nur" 140 Kilometer.

Solche Vezögerungen sind der Grund, weshalb der Rothenstädter etwa einen Tag hinter seinem idealen Zeitplan liegt. Entmutigen kann ihn das nicht. Immer wieder betont Stöckl, dass er gut drauf ist. Von den 3333 Kilometern hat er inzwischen rund 2500 hinter sich. Sein Ziel hat er fest im Visier - und es rückt immer näher.

Pannen bremsen, aufhalten können sie Wolfgang Stöckl nicht.

Die herrliche schwedische Landschaft lassen die Anstrengungen manchmal vergessen.

Wolfgang Stöckl auf seinem Weg

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