"Wurzelstoplerer" wandern seit 25 Jahren

„Zeit, die man beim Wandern in der Natur verbringt, ist niemals verschwendete Zeit“. Dieser Leitsatz steht über den Aktivitäten der Senioren-Wandergruppe „Die Wurzelstolperer“ des OWV.

Wanderungen zu jeder Jahreszeit: Sommer.
von FSBProfil

Dabei gilt nicht „Nomen est omen“, denn sie stolpern über keine Wurzeln, sondern sie sind fit wie ein Turnschuh. Nun fand zum 25-jährigen Bestehens ein Ausflug zum „Aufseßer Brauereienweg“ im Herzen der Fränkischen Schweiz statt. Die Sportlicheren wanderten vom Gasthof Reichold in Hochstahl zur ersten Brotzeit im Brauereigasthof Stadter in Sachsendorf. Hier schloss sich auch die so genannte „B-Gruppe“ dem Rundweg an, der über die Gaststätte Rothenbach in Aufseß, in der zu Mittag gegessen wurde, seinen Abschluss in der Kathi-Bräu in Heckenhof fand, der letzten „Biertankstelle“, ehe der Bus die 32 Wanderer wieder in Empfang nahm. Sie hatten bei „Wüstentemperaturen“ etwa 13 beziehungsweise 8 Kilometer zurückgelegt.

Die Gründung der reinen Männergruppe „Die Wurzelstolperer“ war damals durch die Wanderfreunde Hans Lingl, Hans Forster, Sigi Groß und durch den heuer zum Ehrenmitglied des Ortsvereins ernannten Georg Kick erfolgt, der sie über zwei Jahrzehnte lang als Wanderführer leitete. Beim OWV-Zweigverein war der Wunsch danach laut geworden, da sich die Rentner und Pensionisten der „ständig zunehmenden häuslichen Belastung“ einmal in der Woche entziehen wollten, um mit Freunden ausgiebig zu wandern und danach zünftig einzukehren.

Seither treffen sich jede Woche bei jeder Witterung jeweils etwa 25 bis 30 Kameraden zu den meist zehn bzw. sechs Kilometer langen Rundtouren. Das ergibt eine Strecke von über 520 Kilometer im Jahr und etwa 13.000 Kilometer seit Gründung. Im Laufe der Jahre ist die Zahl der Mitglieder auf 40 angewachsen und damit eine Grenze erreicht, bei der die Logistik gerade noch bewältigt werden kann. Derzeit beträgt das Lebensalter der Teilnehmer zwischen 67 und 85 Jahren. Ältester Wanderer, der fast von Beginn an dazugehört, ist Nick Ertl. Mittlerweile hat Hans Hirschmann aus Weiden das Amt des Wanderführers übernommen. Er legt die Routen fest, erstellt mit Hans Eckl aus Theisseil und dem Ullersrichter Georg Greiner den Vierteljahresplan und organisiert die Einkehr. Die Wanderungen werden in erster Linie von ihm geleitet, sein Stellvertreter ist Herbert Berberich aus Mantel. Als weitere Wanderführer agieren Anton Pöpperl, Hans Reis, Josef Rieder, Klaus Schärl, Dieter Schunck, Georg Selch, Alfred Uschold und Toni Wittmann. Bei den Mitgliedern stammen 19 aus Weiden, darunter zehn Rothenstädter, vier aus Grafenwöhr, drei aus Vohenstrauß, je zwei aus Mantel und Pirk und jeweils einer aus Altenstadt/WN, Frodersreuth, Haselhöhe, Pfreimd, Pleystein, Steinach, Theisseil, Trippach, Unterlind und Weiherhammer. Das Wandergebiet erstreckt sich im Norden bis Falkenberg und Pfaben, im Osten bis Frankenreuth, Bruckhof und St. Ötzen, im Südwesten bis Lintach und Sitzambuch und im Westen bis Freihung, Kirchenthumbach und Schlammersdorf.

Auftakt zur mehrstündigen Jubiläums-Rundwanderung
Streckenverlauf des Brauereienwegs
Wanderungen zu jeder Jahreszeit: Herbst.
Wanderungen zu jeder Jahreszeit: Winter.
Die „Wurzelstolperer“ vor der Brauereigaststätte Kathi-Bräu mit Wanderführer Hans Hirschmann (Dritter von links).
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