05.04.2019 - 12:22 Uhr
Rottendorf bei NiedermurachOberpfalz

Jagdvorsteher macht die vier Jahrzehnte voll

Die Chemie zwischen Jagdgenossen und -pächtern stimmt: Deswegen hat sich Johann Meier entschlossen, seiner Zeit an der Spitze der Jagdgenossenschaft Rottendorf eine weitere Amtsperiode anzuschließen.

Johann Meier (links) bleibt als Jagdvorsteher an der Spitze der Jagdgenossenschaft Rottendorf.
von Christof FröhlichProfil

Das gute Miteinander habe ihn dazu bewogen, nach 35 Jahren im Amt noch einmal anzutreten und demnächst die vier Jahrzehnte als Jagdvorsteher voll zu machen, wie Johann Meier im Gasthaus Zeitler betonte. In seinem Bericht nannte er ein "tragbares Ergebnis" des Verbissgutachtens, weswegen der Abschussplan nur geringfügig erhöht werden müsse. Das aktualisierte Jagdkataster könne von den Jagdgenossen eingesehen werden.

Meier ließ verschiedene Termine im Verlauf der vergangenen fünf Jahre Revue passieren, unter anderem hatte er sich bei der Arbeitsgemeinschaften der Jagdgenossenschaften des Bayerischen Bauernverbandes über jagdforstliche Belange informiert. Sein besonderes Lob galt den vier Pächtern Josef, Daniel, Michael und Josef-Rainer Dirnberger, mit denen seit mittlerweile sechs Jahren gut zusammengearbeitet werde. Wildschäden seien dabei stets im Einvernehmen geregelt worden.

Bei den folgenden Neuwahlen wurde folgende Besetzung der Vorstandschaft bestimmt: Jagdvorsteher Johann Meier, Stellvertreter Christian Kalb, die Beisitzer Hermann Uschold und Gerhard Raab, Kassier Martin Schneeberger und Schriftführer Johannes Kiener. Freiwillig sind Michael Rückl, Reinhard Schneeberger und Josef Zeitler aus der Führung ausgeschieden, der Jagdvorsteher bedankte sich mit Präsenten für ihre Arbeit.

Auch namens ihrer Mitpächter Michael und Josef-Rainer Dirnberger legten Josef und Daniel Dirnberger ihre jagdlichen Bilanzen vor. Dabei stand nicht der Abschuss, sondern vielmehr die Hege und Pflege des Wildbestandes an erster Stelle. Jedoch müsse auch jagdlich in den Naturhaushalt eingegriffen werden, unter anderem um den Verbiss der jungen Waldpflanzen in tragbaren Grenzen zu halten. Auf der Strecken-Übersicht fanden sich 18 Graureiher und 16 Stockenten, 9 Füchse und 3 Dachse. Bei der Rehwid-Bilanz fiel auf, dass von 45 Tieren 17 dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen sind. Lobend hoben die Pächter hervor, dass die Landwirte mittlerweile vor dem Mähen die Jagdpächter verständigen oder selber ihre Felder auf Jungwild durchsuchen.

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