Vollblutmusiker im Federkiel

Diesen Namen muss man sich merken: Wenn das Trio Michael Bertelshofer & Friends auftritt, wird Musik zum Hochgenuss. So auch am Faschingssonntag im Federkiel.

Die vielen Gäste wurden beim Auftritt des Trios Michael Bertelshofer & Friends nicht enttäuscht.
von fsbProfil

Gut 80 Gäste erleben im Café Federkiel zwei – wie es nicht nur die Hausherrin Astrid Kriechenbauer bezeichnete – „traumhafte“, vergnügliche Stunden trotz des Sturmes und Regenwetters. „Bertelshofer & Friends, das sind drei in ihr jeweiliges Instrument verliebte Vollblutmusiker, denen die Freude an ihren Weisen anzusehen ist, die Spaß daran haben, die Zuhörern zu verzaubern. Da ist zum einen der musikalische Leiter und begnadete Pianist Michael Bertelshofer aus Mantel, der dem Jahrzehnte alten Flügel im Lokal mit tanzenden Fingern die tollsten Töne und improvisatorischen Verzierungen wie Glissandos, Shakes und Rips entlockte und mit seiner gefühlsbetonten Stimme Evergreens und Popsongs wirkungsvoll interpretierte. Ihm zur Seite steht mit Cornelis Nanlohy O’Neal aus Grafenwöhr ein E-Bassist und Sänger, den man sowohl mit seinem Rhythmusgefühl und seinen betonten und geschmeidigen Walking-Bassläufen als auch seinem hellen, dynamischen Jazz-Gesang mit Übergängen in die Falsettstimme einfach bewundern muss. Und schließlich vervollständigt das Energiebündel Markus König von „King Size Musics“ aus Haselhöhe das Ensemble mit seinem Saxophon, mit dem er nicht nur leidenschaftlich die Melodien, sondern auch bei seinen Soli kreative Improvisationen präsentiert, in den höchsten Tönen, in rasantem Tempo, mal gegen den Rhythmus, mal mit ein paar Takten eines anderen Stückes, mal klagend, anschwellend oder gar wiehernd.

Im Stil moderner Kaffeehausmusiken boten die Künstler einen Mix aus Jazz und Swing, Evergreens und Schlagern an. So waren nach dem schwungvollen Start mit “All of Us“ Bert Kaempferts Jazzlied “Love“, bekannt durch Nat King Cole 1965, “Blue Moon“ von Lorenz Hart und der durch Frank Sinatra 1964 berühmt gewordene Swing “Fly Me to the Moon“ von Bart Howard auf dem Programm. Mehrstimmig erklangen die Klassiker ”You Are the Sunshine of My Life“ und ”You Can Get It If You Really Want“. O’Neal beeindruckte mit dem Blues “Many Rivers to Cross”, dem romantischen Song “It’s My Girl” und dem Soulhit “Stand By Me” von Ben E. King. Als packende Sax-Nummern erwiesen sich “Water Melon Man” und der Swing “Honeysuckle Rose“ von Fats Waller aus dem Jahr 1928. Zwischendurch erklangen nostalgische Schlager wie „Über den Wolken“ von Reinhard Mey oder „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens und Evergreens wie Elvis Presleys “Good Luck Charm“ und Albert Hammonds ”It Never Rains in Southern California. „Buona Sera“ rundete das gelungene Konzert ab.

Die Zuhörer, die auch die Kaffee- und Tortenspezialitäten inklusive frisch gebackener „Käichln“ genossen, schnippten und klatschten und geizten nicht mit Zwischenapplaus.

Eine ungewöhnliche Perspektive.
Saxophonist Markus König hat den Rhythmus im Blut.
Jazzsänger und Bassist Cornelis Nanlohy O’Neal.
Bertelshofer & Friends (von links Bertelshofer, O’Neal, König)
Bertelshofer am Flügel
O’Neal und König in Aktion.
Markus kann auch Querflöte.
Bertelshofer und O’Neal in Aktion.
Hausherrin serviert passend zum Titel „Aber bitte mit Sahne“

 

 

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