13.06.2019 - 11:30 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Schiff Ahoi - Abenteuer Kreuzfahrt

Touristen entdecken die sieben Weltmeere. Ob Mittelmeer, Atlantik, Nordsee oder Pazifik: Kreuzfahrten liegen im Trend. Der Traumurlaub an Bord boomt.Zwei Kreuzfahrt-Neulinge erzählen, wie sie ihre Reise auf dem Meer erlebt haben.

Unendliche Weiten, das Rauschen des Meeres, Freiheit. Eine Kreuzfahrt ist ein besonderes Erlebnis, findet Lisa.
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Gebucht werden Passagen auf Luxusyachten, Segelschiffen und Ozeanriesen – von allen Altersgruppen und zu jeder Jahreszeit.Viele Reiseziele entdecken und dabei nur einmal den Koffer auspacken. Dieses bestechende Argument spricht für das Rundum-Sorglos-Paket an Bord. Auf seiner Rundreise legt das schwimmende Hotel fast täglich in einem neuen Hafen an. An Land können die Passagiere die Sehenswürdigkeiten besichtigen – mit Reiseleitung und organisierten Transfers. Die Routenvielfalt der Kreuzfahrtschiffe ist nahezu weltumspannend. Das Portal „Kreuzfahrt-Netz“ nennt die Karibik als absoluten Renner unter den Schiffsreisen. Häfen wie Bridgetown (Barbados), Nassau (Bahamas) oder Havanna (Kuba) sind Traumziele. Jahrtausendealte Hafen- und Kulturstädte aus drei Kontinenten versprechen die vielfältigen Mittelmeer-Routen, die in der Gunst der Schiffsreisenden ganz weit oben liegen. Heute die Alhambra in Andalusien, morgen Rom, übermorgen Santorin. Kultur pur. Für Abenteurer stechen Expeditionsschiffe und Eisbrecher in der Antarktis in See. An Deck erwarten die Seefahrer faszinierende Aussichten auf treibendes Schelfeis, gigantische Eisberge, Eisbären und Pinguine.

Kreuzfahrten sind teuer? Jein. Passagen auf Luxuskreuzfahrtschiffen wie die „Queen Mary 2“ mit exzellenten Suiten, eleganten Restaurants und erstklassiger Betreuung haben ihren Preis. Günstiger sind Clubschiffe. Allen Ozeanriesen gemeinsam ist das Unterhaltungsprogramm, das von A wie Absacker bis Z wie Zumba reicht. Sonnenbaden an Deck, Geschäfte, Fitness, Shows, Klettern, Casino, Clubs und Wellness: Alles ist möglich, also, alle Mann an Bord.

Lisa: "Stressfrei und viele Ausflüge"

„Elf Tage lang war ich an Bord der MSC Magnifica – auf der Route Hamburg, Southampton (England), Le Havre (Frankreich), La Coruña (Spanien), Bilbao (Spanien), Le Verdon-sur-Mer (Frankreich), Amsterdam (Niederlande) und wieder zurück nach Hamburg. Mein Fazit: Gerne wieder, denn die Kreuzfahrt war sehr unkompliziert und stressfrei. Einen Pluspunkt vergebe ich an das freundliche, hilfsbereite Personal, das immer bemüht war, den rund 2500 Passagieren zu helfen. Sehr positiv war auch die große Auswahl an Ausflügen, die sehr gut organisiert waren und in den meisten Fällen von deutschen Reiseführern begleitet wurden. An Seetagen hatte die Crew ein durchaus vielfältiges Unterhaltungsprogramm organisiert, zum Beispiel Shows und Tanzkurse. Ein paar Eckdaten des Kreuzfahrtschiffes: genau 293,8 Meter lang, 16 Decks, 4 Restaurants, mehr als ein Dutzend Bars, Innen- und Außenpool, Bordshops, Theater, Disko und 4D-Kino. Empfehlenswert.“

Michi: "Ich lernte, was es heißt, seekrank zu sein"

„Meine erste – und bisher einzige Kreuzfahrt – werde ich wohl nicht vergessen. Wir starteten von Fuerteventura aus und fuhren die Kanaren und Madeira ab. Es war schön, viele verschiedene Orte zu sehen, sich um nichts kümmern zu müssen und in angenehmer Atmosphäre zu reisen. Weniger schön war allerdings, dass ich das nur dann genießen konnte, wenn wir gerade nicht an Bord waren. Denn kaum hatte das Schiff den Hafen verlassen, lernte ich, was es heißt, seekrank zu sein. Auch die Reisemedikamente von der Rezeption halfen nicht, so dass ich den ersten Tag auf See auf der Krankenstation verbrachte. Statt der obligatorischen Seenotrettungsübung gab es für mich eine Infusion, die mich wieder seetauglich machte. Zumindest halbwegs. Und so verbrachte ich den Rest der Reise immer mit einem mulmigen Gefühl im Magen und ohne Orientierungssinn. Seitdem halte ich mich von Schiffen fern – sogar vor Rundfahrten im Hamburger Hafen.“

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