12.05.2019 - 10:50 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Von Akanthus bis Acryl

Glanzvolle Eröffnung der Kultursaison in Schirmitz: Mit der Vernissage von Werken des Püchersrether Künstlers Klaus Kuran am Freitag im Bürgersaal des Rathauses landen Gemeinde und Kulturkreis einen Volltreffer.

Klaus Kuran (rechts) und Tochter Susanne (links) überreichen bei der Vernissage in Schirmitz an Bürgermeister Ernst Lenk und Kulturkreischef Franz Hermann Beckmann Erinnerungsgeschenke in Form von "Akanthus"-Linolschnitten.
von Norbert DuhrProfil

In angenehmen Ambiente hieß Kulturkreischef Franz Hermann Beckmann rund 50 Kunst- und Kulturfreunde willkommen. "Mit der Ausstellung sind wieder Leben und Farbe in den Bürgersaal eingekehrt." Man wolle vor allem regionalen Künstlern eine Plattform geben, ihre Arbeiten zu präsentieren. Klaus Kuran sei in der Oberpfälzer Kulturszene fest verankert. "Er ist auch bekannt durch Künstlergruppierungen wie ‚Rot schreit‘ oder ‚Futura 87‘, den Skulpturenweg in Püchersreuth und die Plakate der Weidener Literaturtage, die er elf Jahre lang gestaltete", sagte Beckmann.

Der Sprecher erinnerte daran, dass der Künstler schon 30 Jahre Mitglied im Oberpfälzer Kunstverein (OKV) sei, davon 10 Jahre im Vorstand. "In den OKV-Ausstellungen fällt er meistens durch seine großformatigen blau-gelben Bilder auf." Kuran zeichne als Besonderheit die Vielfalt der Arbeitstechniken in unterschiedlichsten Stilrichtungen aus, wie zum Beispiel Aquarell, Acryl, Radierung, Linolschnitt, Monotypie, Skulpturen in Holz und Stein sowie Keramiken. Er entwerfe und fertige auch Schmuck.

Der Kulturkreischef verwies darauf, dass bei der Ausstellung in Schirmitz unter den zahlreichen Exponaten vor allem zwei Bilderserien Aufmerksamkeit verdienen: Linolschnitte zum Thema "Akanthus" und eine Reihe in "Acryl" mit dem Titel "paper aeroplane". Diese Bilder zeigen Landschaften aus der Vogelperspektive – darüber segeln Papierflieger. "Insgesamt zeigt die Vernissage einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen von Klaus Kuran."

Bürgermeister Ernst Lenk freute sich über den großen Zuspruch. "Die Ausstellung bringt nicht nur Farbe in den Saal, sondern auch in den grauen Alltag." Lenk umriss sein Kunstverständnis mit den Begriffen "Schauen – Schweigen – Tolerieren". Nach seinen Worten beginne Kunst dort, wo Worte nicht mehr ausreichten. Das Gemeindeoberhaupt dankte dem Kulturkreis für die Organisation und empfahl den Gästen, die Werke wirken zu lassen. Kuran freute sich über die Möglichkeit, in Schirmitz seine Arbeiten vorzustellen. An Bürgermeister Lenk und Kulturkreischef Beckmann überreichte er mit seiner Tochter Susanne zur Erinnerung "Akanthus"-Linolschnitte.

Ein Genuss waren für die Schirmitzer und auswärtigen Gäste auch die Spezialitäten auf dem von den Damen des Kulturkreises aufgebauten reichhaltigen Büfett. Die Ausstellung mit Arbeiten und Schmuckstücken Kurans wird auch beim Schirmitzer Dorffest am 1. Juni geöffnet sein.

In lockerer Atmosphäre und mit einem Gläschen Wein in der Hand bewunderten die Gäste im Bürgersaal die Bilder von Klaus Kuran.
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