15.11.2019 - 10:17 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Ausbau der Blütenstraße drängt: Nur dann gibt es Fördermittel

Für die Planung zum Ausbau der Blütenstraße sind viele Kompromisse notwendig. Das ergibt sich aus der Anliegerversammlung in der Mehrzweckhalle. Hier werden viele Wünsche und Anregungen vorgetragen.

Der Abschnitt der Blütenstraße zwischen Rosenweg und Einmündung Ginsterweg könnte wegen des angrenzenden Kinderspielplatzes (links) alternativ als "verkehrsberuhigter Bereich" ausgebaut werden, lautete ein Vorschlag.
von Norbert DuhrProfil

Von den 70 Anliegern der Blütenstraße haben sich am Dienstag 49 in die Anwesenheitsliste eingetragen. Bürgermeister Ernst Lenk verwies eingangs auf die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge zum 1. Januar 2018 und betonte dazu: "Wer glaubt, dass es jetzt für die Gemeinde einfacher wird, hat weit gefehlt, denn wie befürchtet, wird die Änderung auf dem Rücken der Kommunen ausgetragen." Die kleinen Gemeinden müssten in Zukunft schauen, wie sie Straßensanierungen bewerkstelligen können. "Der Glaube, ab sofort zahlt alles der Freistaat, ist leider ein Irrglaube." Für 2019 erhalte die Gemeinde lediglich eine Pauschale von 21 000 Euro.

Schirmitz bekomme eine Förderung, wenn die Blütenstraße bis Ende 2021 ausgebaut und abgerechnet sei, erklärte Lenk weiter. Damit gewinne die Sanierung des Straßenzuges höchste Priorität. Die Bauausführung sei für 2020 und 2021 vorgesehen. Eine Firma habe bereits Bodenproben genommen. Untersuchung des Unterbaus und des Baugrundes seien veranlasst. "Vor Beginn der Maßnahme erfolgt eine Beweissicherung durch Aufnahme der Gebäude, Mauern und Zäune zur Dokumentation der Schadensfreiheit oder bereits vorhandener Schäden." Die Ankündigung des Büros erfolge rechtzeitig. Die Schaffung eines Revisionsschachtes sei Pflicht. Lenk: "Die Angleichung der Hofeinfahrten an die Straße wird durch die Gemeinde erledigt."

Diplom-Ingenieur Günter Schwab vom Ingenieurbüro Zwick in Weiden erläuterte den Anliegern der Blütenstraße im weiteren Verlauf ausführlich die "Variante 1 des Ausbaus mit Gehweg" und die "Variante 2 mit herkömmlichem Ausbau ohne Gehweg". Die Anlieger hatten dazu Fragen und Anregungen. Peter Bäuml wollte wissen, ob die Kanaldimension für ein Starkregenereignis berechnet wurde. Schwab teilte dazu mit, dass die Kanalgröße auf ein zweijähriges Regenereignis ausgelegt sei. Eine vollständige Sicherheit bezüglich der Ableitung könne nicht gewährleistet werden. Deshalb müssten Anlieger die Kanalhausanschlussleitung selbst gegen Rückstau absichern. Für den Straßenausbau erachtete er einen Bürgersteig und Grünflächen sowie die Beibehaltung der Tempo-30-Zone als die bessere Variante.

Ferdinand Hagn war der Ansicht, dass beim Ausbau der Blütenstraße die Parkplatzproblematik einen Planungsschwerpunkt darstellen müsse. Bei beiden Varianten sollten statt Grünflächen mehr Parkflächen Berücksichtigung finden. Regina Bittner und Birgit Kotzbauer bezeichneten die Verlegung der Bushaltestelle in die Kirchenstraße als sinnvoll. Die Busse bräuchten dann nicht mehr in die Blütenstraße einfahren. Bürgermeister Lenk erklärte dazu, dass sich der Gemeinderat beim Ausbau der Kirchenstraße für die Bushaltestelle in der Blütenstraße ausgesprochen habe, weil dort die meisten Schüler die Haltestelle benutzen. Deshalb sollte seiner Meinung nach die Haltestelle abseits der Hauptverkehrsstraße belassen werden.

Josef Lang wies auf die besondere Parksituation vor dem Mietanwesen Lang hin und bat dies bei der Planung zu berücksichtigen. Markus Pöppel und Iris Eckert regten an, die Straßenverengung beim Kinderspielplatz zu überdenken. Eltern mit Kleinkindern parkten bisher in dem Bereich. Dies wäre künftig nicht mehr möglich. Alternativ könnte zwischen Rosen- und Ginsterweg ein "verkehrsberuhigter Bereich" angedacht werden. Martin und Marc Rupprecht schlugen vor, im Bereich Rosen- und Ginsterweg Einbahnstraßen einzurichten, um einseitiges Parken zu ermöglichen.

Der Gemeinderat wird in seiner nächsten Sitzung am 18. November über die Ausbauvarianten der Blütenstraße beraten.

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