31.10.2019 - 11:21 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Bauprojekte lange diskutiert

Eine Mammutsitzung von dreieinhalb Stunden benötigt der Schirmitzer Gemeinderat hauptsächlich für die Begutachtung erster Planskizzen zum Bebauungsplan "Gladiolenweg" und zum Ausbau der Blütenstraße. Das Interesse der Schirmitzer ist groß.

von Norbert DuhrProfil

Die Vorstellung der Planung für das neue Baugebiet "Gladiolenweg" und der Varianten für die Sanierung der Blütenstraße sorgten bei der Sitzung am Montag für einen vollen Zuhörerraum im Bürgersaal. Landschaftsarchitekt Stephan Weidenhammer legte für das neue Baugebiet eine erste handgefertigte Planskizze mit voraussichtlicher Parzellierung, Straßenverlauf und Straßenbreite vor.

Nach seinem Konzept soll das Areal über eine Ringleitung an die Blumenstraße und den Gladiolenweg angeschlossen werden. Angedacht seien auf dem rund 35 000 Quadratmeter großen Baugelände 43 Einfamilienhäuser und 3 Doppelhäuser mit unterschiedlichen Parzellengrößen. Zur Wahl stünden Plätze von 500 bis 650 Quadratmeter. Weidenhammer betonte, dass er in seinem ersten Entwurf nur Wohn- und Wegflächen, aber noch keine Spielplatz- oder Grünflächen berücksichtigt habe. Für die Straßenbreite habe er 8,50 Meter vorgeschlagen.

In den weiteren Ausführungen des Architekten ging es um die Frage der Gebäudeformen, der Entwässerung und der Ausgleichsflächen. Der ebenfalls anwesende Ingenieur Günter Schwab vom Büro Zwick erklärte, dass das Baugebiet nur über ein Trennsystem entwässert werden könne. Sollte aber eine Versickerung möglich sein, dann müsse man diese Möglichkeit in Betracht ziehen. "Kanäle müssen in den Straßenzügen Platz bekommen", betonte Schwab.

Bezüglich der Gebäude sprachen sich Bürgermeister Ernst Lenk und die Räte für eine Bebauung der Parzellen mit E + D oder E + 1 aus und zeigten sich auch offen für alle Dachformen. "Da wollen wir keine Einschränkungen machen", lautete der Tenor. Strittiges Thema war allerdings im weiteren Verlauf der Aussprache die vom Architekten vorgeschlagene Straßenbreite von 8,50 Metern. Am aufgezeigten Straßenquerschnitt mit Fahrbahn, Park- und Baumstreifen sowie Gehweg schieden sich die Geister. Eine Mehrheit im Gremium sprach sich gegen einen Gehweg aus. Bäume sollten auf einer Seite stehen. Nicht nur der Bürgermeister fand die Straßenbreite als schwieriges Problem, das man nicht auf die Schnelle lösen könne. Der Architekt wurde beauftragt, bis zur nächsten Sitzung noch folgende Anregungen einzuarbeiten: An der Baugrenze nach Süden hin soll zur Abrundung des Ortsbildes eine Ortsrandeingrünung verpflichtend festgesetzt werden und auf jeder Bauparzelle soll mindestens ein einheimischer Baum gepflanzt werden. Jede Bauparzelle hat eine Zisterne für Brauchwasser vorzuhalten. Der Vorentwurf soll in der Sitzung am 18. November gebilligt und anschließend ausgelegt werden.

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