18.10.2019 - 18:35 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Brandschutz und Fluchtwege

Der Gemeinderat diskutiert in der Sitzung lange über die Generalsanierung der Mehrzweckhalle. Dazu legen CSU und SPD ihre Konzepte vor. Architekt Rainer Pichl erörtert mit den Räten auch die Brandschutz- und Fluchtwegmöglichkeiten.

Architekt Rainer Pichl (links) erörterte mit Bürgermeister Ernst Lenk (rechts) und dem Gemeinderat die Sanierungsmöglichkeiten für die Mehrzweckhalle.
von Norbert DuhrProfil

Die Fraktionsvorsitzenden Stefan Koller (CSU) und Walther Piehler (SPD) stellen zu Beginn die Sanierungskonzepte vor. Auf Wunsch von Bürgermeister Ernst Lenk beschränken sie sich auf die wesentlichen Punkte. Das sind bei der SPD: Sanierung der Sporthalle mit Umkleiden samt Sanitäranlagen, Gestaltung der Lagermöglichkeiten, Bühne und Technik, Nutzung der Kegelbahn nach Umfrage bei den Nutzergruppen der Mehrzweckhalle, Gestaltung der Außenanlagen, Einrichtung eines Bürgertreffs in der Kegelbahngaststätte und Errichtung einer Photovoltaikanlage.

Das Arbeitspapier der CSU sieht vor, die Sanierung der Halle nach der zukünftigen Nutzung auszurichten. Halle und dazugehörige Nebenräume sollen demnach – gereiht nach Priorisierung – für folgende Verwendungen konzipiert werden: Schulsport und schulische Veranstaltungen, Vereinssport durch verschiedene Sport- und Gymnastikgruppen, Großveranstaltungen mit der Auslegung für die maximal mögliche Personenzahl, Erhalt der Hausmeisterwohnung mit Prüfung des Sanierungsbedarfs, Prüfung des Erhalts der Kegelbahn bei gleichzeitiger Erfüllung aller vorgenannten Möglichkeiten.

Darüber hinaus plant die CSU einen barrierefreien Zugang, eine Photovoltaikanlage sowie weitere bauliche Veränderungen an dem Gebäude. Fraktionschef Koller stellte heraus, dass die im Rahmen eines "Runden Tisches" mit den örtlichen Organisationen abgehaltene Ideensammlung zur Sanierung im CSU-Konzept berücksichtigt wurden. "Bei allen genannten Nutzungsmöglichkeiten ist aber der Brandschutz- und das Sicherheitskonzept als wichtigste Grundlage heranzuziehen."

Gemeindechef Lenk wies darauf hin, dass eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle bereits 2004 durch den damaligen Bürgermeister Karl Balk zur Diskussion in den Gemeinderat eingebracht wurde. Das Gremium entschied damals, die Idee bis zu einer Sanierung des Daches zurückzustellen. Bei der nun anstehenden Generalsanierung sollte – wie von beiden Fraktionen vorgeschlagen – die Verwirklichung erneut geprüft werden. Dies werde der Architekt besonders auch aus statischen Gründen tun.

Für Veranstaltungen gab der Architekt zu bedenken, dass pro 100 Personen in der Halle etwa ein Meter Fluchtwegbreite nötig sei. "Maßgebend für die zulässige Anzahl der Personen sind die Größe der Mehrzweckhalle und die vorgegebenen Nutzungsschablonen für die Bestuhlung in Reihen oder mit Tischen.

Der von der SPD-Fraktion vorgeschlagene Anbau für zusätzlicher Lagerräume zwischen Geräteraum und Schule würde wegen der Grundwassersituation eine aufwendige Gründung erfordern und hohe Kosten verursachen. Laut Pichl sei der vorhandene Technikraum ausreichend. Die kombinierte Lüftungs- und Heizungsanlage werde durch eine reine Lüftungsanlage ersetzt. Für Großveranstaltungen sollten die Toiletten je nach geplanter Teilnehmerzahl optimiert oder ausgebaut werden.

Zum SPD-Vorschlag eines Bürgertreffs stellte Lenk fest, dass im Rahmen des BA III der Städtebauförderung die Errichtung eines Bürgersaals mit Teeküche als Bürgertreff für die Gemeinde Schirmitz mit rund 180,000 Euro bezuschusst wurde. „Den Vereinen und Organisationen stehen diese Räume samt Medienausstattung für Veranstaltungen und Zusammenkünfte jederzeit zur Verfügung“, stellte Lenk klar. Zur privaten Nutzung sei der Bürgersaal nicht vorgesehen, weil man keine Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie darstellen wolle.

Zum Abschluss der langen Diskussionsrunde erklärte der Gemeindechef, dass er sich mit der SpVgg wegen des Sportlerballs und mit dem Teeniechor wegen des Jahreskonzerts in Verbindung setzen werde. Dabei will er klären, mit wie vielen Besuchern bei ihren Veranstaltungen zukünftig zu rechnen sei. Das Gremium beauftragte den Architekten, die Sanierungspositionen zu prüfen und das Ergebnis samt Kosten vorzulegen.

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