12.11.2019 - 16:01 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Ehrenwache am Kriegerdenkmal

Gemeinde und Vereine gedenken am Volkstrauertag in Schirmitz der Opfer von Krieg und Gewalt. Pfarrer und Bundeswehr sind vertreten. Für Bürgermeister Ernst Lenk ist dieser Tag aber auch Anlass zu Dankbarkeit.

Bürgermeister Ernst Lenk (rechts) und Oberstleutnant Thomas Lewerenz legen bei der Gedenklfeier zum Volkstrauertag für die Toten von Krieg und Gewalt einen Kranz am Ehrenmal nieder.
von Norbert DuhrProfil

Der Volkstrauertag sei auch Anlass zu Dankbarkeit dafür, "dass wir seit 74 Jahren in unserem Land ohne Krieg leben und dass unsere Kinder in ganz Deutschland seit der Wiedervereinigung in einer freiheitlich verfassten Demokratie aufwachsen können", betonte Bürgermeister Ernst Lenk, als die Anwesenden sich vor dem Mahnmal an der Nordseite der Pfarrkirche versammelten. Anlass dazu war der Volkstrauertag, an dem Gemeinde und Vereine der Gefallenen und Vermissten gedachten. Sie erinnerten auch an die Menschen, die in den Weltkriegen sowie bis in unsere Tage hinein ihr Leben durch Terror und Gewalt verloren haben.

Zu Beginn zogen Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände sowie der Gemeinderat mit Bürgermeister Lenk an der Spitze mit der Pirker Blaskapelle vom Rathaus zur Pfarrkirche. Dort zelebrierte Pfarrer Thomas Stohldreier den Gedenkgottesdienst der Soldaten- und Reservistenkameradschaft. Auch in unserer Zeit müssten noch zahlreiche Mauern abgebrochen werden, forderte der Seelsorger. Die feierliche Messe gestalteten die Blaskapelle mit Chorälen sowie der Männergesangverein "Frohsinn" mit Teilen aus der Haydn-Messe.

Im Anschluss marschierten die Teilnehmer vom Kindergarten aus in einem langen Trauerzug zum geschmückten Mahnmal an der Nordseite der Pfarrkirche, wo zwei Soldaten der Bundeswehr Ehrenwache hielten. Zu Beginn der Gedenkfeier betete Pfarrer Stohldreier für die Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft. Er betonte, dass jeder Name auf dem Denkmal für das Schicksal des Verstorbenen stehe. In seiner Ansprache erinnerte Lenk an die Schrecken der Kriege, die mit unendlichem menschlichem Leid sowie mit Flucht und Vertreibung einhergingen.

Die Kriegsgräber und Gedenkstätten seien "stumme Mahner eines millionenfachen Elends", sagte Lenk. Die Toten verpflichteten uns Lebende, diese Mahnmäler auf Dauer zu erhalten und der Opfer von Krieg und Gewalt nicht nur am Volkstrauertag zu gedenken. Er sei aber ein besonderer Tag des Innehaltens und der Erinnerung.

Nach einem Totengedenken durch Jungfeuerwehrmann Thomas Koller legte das Gemeindeoberhaupt mit dem Vorsitzenden der Soldaten- und Reservistenkameradschaft, Oberstleutnant Thomas Lewerenz, einen Kranz am Ehrenmal nieder. Die Blaskapelle spielte das Lied vom guten Kameraden und die Nationalhymne.

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