Im Ginsterweg gaben sich am Freitag die Gratulanten die Türklinke in die Hand. Auch das Telefon stand den ganzen Tag über nicht still, denn einer der ältesten Einwohner, Josef Hoschopf, feierte in bewundernswerter körperlicher und geistiger Verfassung 95. Geburtstag. Dass er diesen Ehrentag in großer Vitalität und im Kreis der Familie, den Vertretern der Gemeinde und der Vereine feiern durfte, das wertete der Jubilar als ein besonderes Gnadengeschenk Gottes.
Hoschopf gilt in Schirmitz als Phänomen, denn wenn einer in diesem Alter noch mit dem Auto fahren, am Schießsport teilnehmen, auf die Jagd gehen und im Garten arbeiten kann, dann verdient dies höchste Bewunderung. Am liebsten würde er ja noch - wie bis vor zwei Jahren - auf den großen Kirschbaum im Garten steigen und die süßen Früchte selbst pflücken. Dem gebürtigen Österreicher aus Weingraben im Burgenland übermittelten als erste Ehefrau Ursula, die Töchter Maria und Elisabeth sowie Sohn Werner mit Partnern, fünf Enkel und zwei Urenkel die besten Glückwünsche.
Hoschopf erlernte in seiner Heimat den Beruf des Zimmermanns. Als Soldat wurde er im Zweiten Weltkrieg an der Ost- und Westfront eingesetzt. Nach einer Verwundung und kurzer amerikanischer Gefangenschaft kam er nach Kriegsende in die Oberpfalz und heiratete 1949 in Schirmitz die Damenschneiderin Emma Robl, die er in München kennen gelernt hatte. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. 40 Jahre arbeitete der Jubilar als Zimmermann bei der Baufirma Striegl in Weiden. 1979 verstarb die Ehefrau. Danach war Hoschopf zwölf Jahre lang Witwer, bevor er 1991 Ursula Gleißner aus Weiden heiratete.
Die große Leidenschaft des Seniors ist seit 45 Jahren die Jagd. Lange Zeit war er als Heger und Pfleger mit voller Jagdberechtigung im Revier von Rolf Nickl und Martin Günther in Meerbodenreuth und Buch tätig. Dort hat er über 40 Hochsitze gebaut. Heute geht er immer noch gerne auf Jagd. Die Jagdhornbläser Weiden-Neustadt spielten Hoschopf bei der Feier am Abend im Schützenhaus in Weiden ein Ständchen. Auch der Jagdverband gratulierte. Das zweite große Hobby des Schirmitzers ist der Schießsport. Er war 1954 Gründungsmitglied von "Hubertus" und vier Jahre erster Schützenmeister. 17 Jahre trug er als zweiter Schützenmeister Verantwortung. Noch heute besucht er fast jeden Freitag die Schießabende und ist immer noch aktiver Schütze. Eine Vereinsabordnung mit Schützenmeister Manfred Schottenhaml an der Spitze übermittelte seinem Ehrenmitglied die besten Wünsche.
Der Männergesangverein "Frohsinn" brachte dem fördernden Mitglied bereits am Vorabend des Wiegenfests unter der Leitung von Wolfgang Ziegler ein schwungvolles Ständchen am Wohnhaus dar. Vorsitzender Wolfgang Bäumler gratulierte mit einem Präsent im Namen aller Sänger. Ferner gratulierten Christian Robl und Christina Bodensteiner für die Feuerwehr. Mit einem großen Blumenstrauß und einem Gutschein kamen die Bürgermeister Ernst Lenk und Josef Robl zum Gratulieren. Auch Nachbarn und Freunde wünschten dem beliebten Bürger alles Gute.













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