18.12.2019 - 17:10 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Neue Planung für Blütenstraße

In der elften und letzten Sitzung des Gemeinderats in diesem Jahr zieht Bürgermeister Ernst Lenk Bilanz. Dabei spricht er von Höhen und Tiefen. Eindeutig überwiegen aber die positiven Punkte.

von Norbert DuhrProfil

Zur Festlegung einer Ausbauvariante für diesen Straßenzug teilte Bürgermeister Lenk mit, dass bei der Anliegerbefragung von 47 betroffenen Anwesen 33 Rückantworten eingegangen seien. Allein 23 befürworteten eine Kombination von Gehweg und Seitenstreifen. Lenk informierte auch über die Begründungen der Anlieger sowie deren Anregungen.

Die beiden Ingenieure Günter Schwab und Markus Schieder vom Büro Zwick in Weiden erläuterten die mit dem Rathauschef und Bauhofmitarbeitern vorbesprochene Kombinationsmöglichkeit. Diese sehe einen verkehrsberuhigten Bereich im Teilstück zwischen Rosen- und Ginsterweg vor. Die Zufahrten sollten verjüngt werden. Das Parken wäre nur noch in gekennzeichneten Flächen erlaubt. Durch die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Schritttempo, könne auf eine Verengung beim Spielplatz verzichtet werden.

Im übrigen Bereich der Blütenstraße könne man den Gehweg auf einer Straßenseite planen. Bei ausreichender Fahrbahnbreite könne man zwischen Hauptstraße und Kiesweg auf der gegenüberliegenden Seite einen Parkstreifen anlegen. Die Bushaltestellen werden mit einem besonderen Randstein, dem sogenannten "Kasseler Sonderbord", ausgestattet. Die Haltestelle in Fahrtrichtung Weiden werde dazu etwas nach Süden verlegt.

Grünflächen werden gegenüber den ersten Planungen zugunsten von zusätzliche Parkmöglichkeiten reduziert. Die Anwohner im Umfeld des Containerstellplatzes wollten diesen verlegen. Der Gemeinderat will darüber nachdenken. Die Bushaltestelle bleibt am bisherigen Platz. Die beiden Ingenieure Schwab und Schieder wurden beauftragt, die Anregungen in die Planung mit aufzunehmen und die neue Kombi-Ausbauvariante auszuarbeiten.

Bauvorhaben genehmigt

Das Gremium erteilte dem Antrag auf Vorbescheid von Stefanie und Sandro Neuber für ein Einfamilienwohnhauses und einer Halle zur Fahrzeugaufbereitung an der Ringstraße mit 10 gegen 5 Stimmen das gemeindliche Einvernehmen. Einstimmig grünes Licht gab es für den Antrag der SpVgg Schirmitz. Der Verein plant einen Anbau ans Tennisheim. Den Glasfaseranschlusses für die Grundschule soll die Firma T-Systems zum Angebotspreis von 20160,18 Euro legen.

Baugebiete und Sitzfleisch

In seinem Rückblick freute sich Lenk über den Abschluss des Bebauungsplans "Bachstraße I", die Sanierung des kirchlichen Friedhofs mit ungedeckten Kosten in Höhe von 75.000 Euro. Schirmitz zahlte davon 50.000 Euro.

Als großen persönlichen Erfolg sah es Lenk an, dass er am 3. Juni diesen Jahres den Gemeinderat mit einem neuen Baugebiet überraschen konnte. "Nach fast 20 Jahren ist es wieder gelungen, Flächen für ein gemeindliches Bauland zu erwerben." "Die Meldung des neuen Baugebiets in Schirmitz löste eine Lawine an Interessensbekundungen aus. Es dauerte mehrere Tage, bis alle E-Mails beantwortet waren."

Die Ersatzbeschaffung für einen Kommunaltraktor werde in absehbarer Zeit noch ein Thema sein. Lenk informierte über positive Vorgespräche mit der Regierung, dem Träger und dem Kreisjugendamt über den Ausbau der Kita. Ziel seien nach der Erweiterung sechs Gruppen, drei im Kindergarten und zwei in der Krippe sowie gegebenenfalls eine altersoffene oder eine weitere Krippengruppe.

Der Bürgermeister ließ auch nicht unerwähnt, dass beide Gemeinderatsfraktionen ihre Ideen zur Sanierung der Mehrzweckhalle eingebracht hätten. Im Oktober und November sei Sitzfleisch gefragt gewesen. "Die Sitzungen dauerten 3,5 und 4,5 Stunden." Es ging um den Bebauungsplanes Gladiolenweg und den Ausbau der Blütenstraße. Insgesamt tagte der Gemeinderat rund 35 Stunden.

Lenks Stellvertreter Josef Robl betonte, dass der Bürgermeister alle Herausforderungen und Einsätze für die Bürger und die Kommune mit Tatkraft und Pflichtbewusstsein gemeistert habe. Das neue Baugebiet bezeichnete er als "kommunalpolitische Meisterleistung". "Fast 50 Familien bietet sich die Möglichkeit, in Schirmitz sesshaft zu werden."

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