13.09.2018 - 12:27 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Pädagogin und Mundartdichterin

Die Gemeinde Schirmitz trauert um ihre ehemalige Schulleiterin Sophie Schikora. Sie starb am 9. September im Alter von 86 Jahren. Schikora war Autorin des "Schirmitzer Heimatliedes".

Schirmitz trauert um die ehemalige Schulleiterin Sophie Schikora. Sie ist 86-jährig verstorben. Als Autorin des "Schirmitzer Heimatliedes" hat sie sich in den Annalen der Gemeinde verewigt.
von Norbert DuhrProfil

Die Heimgegangene stammt aus Hohenthal im ehemaligen Landkreis Neunburg vorm Wald. Fast fünf Jahrzehnte wohnte sie mit ihrem Mann, dem ehemaligen Rektor Wolfgang Schikora, in Schirmitz im Eigenheim am Asternweg. Am 31. Mai 1953 hatten sich die Pädagogen im Rathaus Oberviechtach das Ja-Wort gegeben. 2013 feierten sie ihre diamantene Hochzeit. Der Gatte ist im Februar 2015 verstorben. Zur Familie Schikora gehören vier Kinder und acht Enkel.

Sophie Schikora war von 1967 bis 1994, also 27 Jahre lang, als Lehrerin an der Volksschule in Schirmitz tätig, die letzten zehn Jahre als Schulleiterin. Sie leistete in all den Jahren wertvolle Erziehungsarbeit an den Kindern. Die ehemalige Rektorin schrieb das Schirmitzer Heimatlied "Ein Dorf am Fluss, umsäumt von grünen Weiden", das Wolfgang Ziegler vertonte. Die Autorin hat sich damit in den Annalen der Gemeinde verewigt. Schikora war auch lange Jahre in der Mundartforschung tätig und verfasste viele Gedichte. Für "Radio Ramasuri" lieferte sie regelmäßig Beiträge für die "Gedanken zum Tag". Viele Jahre war Schikora auch Vorsitzende des Katholischen Bildungswerks im Landkreis.

Aktiv beteiligte sich die Erzieherin auch am Leben in der Pfarrei. Sie gehörte lange Jahre dem Pfarrgemeinderat an und stellte ihre Dienste auch als Lektorin und Kommunionhelferin zur Verfügung. Bei den Pfarrei-Senioren war sie lange Zeit Schriftführerin. Außerdem gehörte sie dem Katholischen Frauenbund an. In beiden Vereinen verfasste sie zu festlichen Anlässen immer wieder Gedichte in Oberpfälzer Mundart. Der Trauergottesdienst für Sophie Schikora ist am Samstag, 15. September, um 14 Uhr in der Jakobskirche angesetzt. Anschließend ist Beerdigung.

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