03.05.2019 - 14:20 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Sanierung statt Neubau

Architekt Pichl stellt dem Gemeinderat die Bestandsaufnahme für die Mehrzweckhalle vor. Dabei wird deutlich, dass eine Generalsanierung wesentlich günstiger als ein Abbruch und Neubau wird. Sanierungskosten: zwei Millionen Euro.

Bürgermeister Ernst Lenk vereidigt in der Sitzung Nicole Bäumler (SPD) als neues Gemeinderatsmitglied und heißt sie im Plenum willkommen.
von Norbert DuhrProfil

Rainer Pichl vom Büro "apg 90 Architekten" in Weiden stellte das Sanierungskonzept in zwei Stufen für die Mehrzweckhalle vor: Energetische- und Innensanierung. Ausdrücklich betonte der Architekt, dass die Halle in die Jahre gekommen sei. "40 Jahre lügen nicht", meinte er. Das Gebäude sei mit dem Dach und den Lichtkuppeln am Ende der Lebensfähigkeit angelangt. Auch eine Barrierefreiheit sei nicht gewährleistet. Dagegen entsprechen Brandschutz und Rettungswege den Anforderungen. Die Bausubstanz sei ebenfalls gut, die Tragfähigkeit gegeben.

Nach den Ausführungen entschied sich das Gremium für eine Generalsanierung mit überschlägigen Kosten von rund 2 Millionen Euro. Ein Neubau käme doppelt so teuer. Die Gelder seien im Haushalt bereits eingeplant. Die Fraktionen forderte Bürgermeister Ernst Lenk auf, Überlegungen hinsichtlich der künftigen Nutzung der Nebenräume, insbesondere der Kegelbahn, bis Ende Juli mitzuteilen. Die Sanierungsmaßnahme für die Halle soll 2021/22 über die Bühne gehen und zum Jubiläumsjahr 2023 fertiggestellt sein.

Letztmals ging es dann um die Behandlung von Anregungen von Trägern öffentlicher Belange und der Bürger zum Bebauungsplan "Bachstraße I". Bis 1. April hatten sie Gelegenheit, Anregungen vorzubringen. Landschaftsarchitekt Stefan Weidenhammer (Amberg) berichtete, wie diese im Bebauungsplan berücksichtigt werden können. Damit bestand Einverständnis. Der Bebauungsplan "Bachstraße I" wurde deshalb vom Gemeinderat als Satzung beschlossen. Er wurde von Landschaftsarchitekt Weidenhammer gefertigt und laut Satzung auch aufgestellt. Er besteht aus Zeichnung, Legende und Bebauungsvorschriften.

VG-Geschäftsstellenleiter Dieter Schobert unterbreitete dem Plenum nochmals eine Kurzfassung der Haushaltssatzung und des Haushaltsplans 2019, die bereits in der letzten Sitzung ausführlich von Kämmerer Sven Lederer dargelegt wurden. Der Etat mit einem Gesamtvolumen von rund 5,3 Millionen Euro samt seinen Anlagen sowie auch der Finanzplan für 2018 bis 2022 und das dazugehörige Investitionsprogramm wurde einstimmig abgesegnet. Grünes Licht gaben die Ratsmitglieder auch ihrem Bürgermeister für den Neubau einer gemauerten Doppelgarage mit kleinen Abweichungen vom Bebauungsplan "Sandstraße".

Um die neue Heizungsanlage in der Grundschule zu optimieren und effizient nutzen zu können, sei noch ein hydraulischer Abgleich des Heizkreises und der Heizflächen erforderlich, wie Bürgermeister Lenk erklärte. Außerdem müssen bestehende Heizungs- und Brauchwasserpumpen gegen hocheffiziente Umwälzpumpen ausgewechselt werden. Der Gemeinderat befürwortete ein Angebot der Firma Richard Strehl von netto 5492 Euro und ermächtigte den Bürgermeister zur Auftragsvergabe.

Lenk vereidigte das für Josef Ruhland nachgerückte neue Gemeinderatsmitglied Nicole Bäumler (SPD). Fraktionssprecher wird Walther Piehler, Stellvertreterin ist Bäumler.

Der Sitzungsleiter informierte ferner über den Stand bei der Neuordnung der Grüngutsammelstelle am SpVgg-Parkplatz. Demnach wurden mit dem Weidener Ingenieurbüro Kohl erste Details besprochen. Ferner teilte Lenk mit, dass ein Auspflastern der Verkehrsinseln nicht förderschädlich sei, und dass die Gemeinde zur Finanzierung der ungedeckten Kosten der Friedhofssanierung einen Zuschuss von 50 000 Euro gewährt habe.

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