Schirmitz
05.02.2025 - 12:58 Uhr
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Wer muss zuerst informiert werden? Gemeinderat Schirmitz diskutiert Feuerwehrhaus-Bau

Die Gemeinde Schirmitz hätte ein Grundstück für ein neues Feuerwehrhaus in Aussicht. Grundsätzlich gute Nachrichten. Trotzdem gab es deshalb erst einmal Ärger im Gemeinderat.

Kritik gibt es in der Gemeinderatsitzung an Bürgermeister Ernst Lenks Infopolitik in Sachen Grundstückskauf für ein neues Feuerwehrhaus. Einig sind sich die Gremiumsmitglieder dann aber, dass es einen Neubau braucht. Das alte Gebäude erfüllt zahlreiche Anforderungen nicht mehr. Bild: bey
Kritik gibt es in der Gemeinderatsitzung an Bürgermeister Ernst Lenks Infopolitik in Sachen Grundstückskauf für ein neues Feuerwehrhaus. Einig sind sich die Gremiumsmitglieder dann aber, dass es einen Neubau braucht. Das alte Gebäude erfüllt zahlreiche Anforderungen nicht mehr.

Am Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Schirmitz führt wohl kein Weg vorbei. Das ist die grundsätzliche Erkenntnis des Gemeinderats in seiner Sitzung am Montagabend. Doch bevor das Thema zur Sprache kam, musste sich Bürgermeister Ernst Lenk Vorwürfe anhören. Eine der Fragen lautete: Warum hatte Lenk im Dezember bei der Versammlung der Feuerwehr deren Mitglieder noch vor dem Gemeinderat über die Möglichkeit informiert, ein für den Bau des Feuerwehrhauses geeignetes Grundstück im Ort zu erwerben?

Zu Beginn der Sitzung beantragte Nicole Bäumler (SPD), den Tagesordnungspunkt „Vertragsabschluss wegen Grundstückserwerb für den Bau des Feuerwehrgerätehauses“ so weit wie möglich in den öffentlichen Teil der Sitzung zu verlegen. Darüber musste nicht diskutiert werden, Bürgermeister Lenk und die Gremiumsmitglieder stimmten zu.

Zum Thema Feuerwehrgerätehaus berichtete Lenk, dass das jetzige Gebäude 1984 fertiggestellt worden sei. „Wir haben jetzt einen erheblichen Sanierungsbedarf“, erklärte er und verwies auf fehlende Alarmzugänge, geschlechtergetrennte Umkleideräume und einen Waschplatz mit Ölabscheider. „Eine Sanierung im Bestand wird schwierig“, bilanzierte er, wies jedoch darauf hin, dass bereits seit 2014 im Bereich des dortigen Spielplatzes eine Fläche für die Erweiterung des Feuerwehrhauses freigehalten werde.

Der Bürgermeister berichtete ergänzend, dass die Räumlichkeiten auch für Schulungen nicht ausreichten. Die Suche nach einem Grundstück innerorts sei schwierig gewesen. Jetzt sei der Kauf eines 5323 Quadratmeter großen Grundstücks möglich. Dabei ergebe sich auch die Möglichkeit, eine Teilfläche für eine Kindergartenerweiterung zu nutzen.

Lenk beschrieb das weitere Vorgehen. Die Gemeinde Schirmitz prüfe, ob das bestehende Feuerwehrhaus technisch umgebaut werden könne. Außerdem werde untersucht, ob ein Neubau unter Berücksichtigung von Fördermitteln machbar sei und in welcher Größe das neue Feuerwehrhaus errichtet werden müsse.

Nach den anfänglichen Diskussion im Gremium zur Infopolitik Lenks über den möglichen Kauf eines Grundstücks, kehrte bei den Ratsmitgliedern zunehmend Ruhe ein. Nicole Bäumler (SPD) verwies auf verbesserte Fördermöglichkeiten durch den Freistaat Bayern. Josef Robl (CSU) hält die Sanierung des bestehenden Feuerwehrhauses für generell unmöglich. „Das Angebot für das Grundstück im Ort ist in Stein gemeißelt“, schloss Bürgermeister Lenk die Aussprache, die dann im nichtöffentlichen Teil fortgesetzt wurde.

Bauanträge

Einstimmig erteilte der Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen zur Erweiterung des Carports auf dem Grundstück Flurstraße 22 und 22 a in Schirmitz. Ebenso einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag Nummer eins aus dem Jahr 2025 für die Erweiterung der bestehenden Regalhalle auf dem Grundstück "In der Au". Und nochmals Einstimmigkeit bei der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für den Bauantrag zum Einbau einer Dachgaube auf dem Gebäude, Tulpenweg 14.

Zustimmung für Kommandantenwahl

Einstimmig bestätigte der Gemeinderat die in der Dienstversammlung der Feuerwehr Schirmitz am 12. Dezember 2024 neu gewählte Führungsspitze mit Kommandant Florin Zirngibl und dessen Stellvertreter Andreas Melischko.

Neuer Bühnenvorhang

Für die Ausgestaltung der Mehrzweckhalle muss noch ein Bühnenvorhang beschafft werden. Bürgermeister Ernst Lenk zeigte dazu auf der Leinwand verschiedene Farbmuster. Originalstoffe lagen zur Entscheidungsfindung nicht vor. Nach umfangreicher Aussprache plädierte das Gremium mit nur einer Gegenstimme mehrheitlich für das "dunkelste Grau".

Die Durchführung der Kommunalen Wärmeplanung soll in der Planungsphase gemeinsam mit den vier Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft umgesetzt werden. Dies deshalb, weil jede Mitgliedsgemeinde dafür Fördermittel von 34.800 Euro erhält. Laut Bürgermeister Ernst Lenk haben die Bürgermeisterkollegen aus der VG bereits ihre Zustimmung signalisiert.

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