05.08.2021 - 11:54 Uhr
SchirmitzOberpfalz

Zwei Wohneinheiten je Bauparzelle zulässig

Noch nicht mal fertig erschlossen, unternimmt der Gemeinderat Schirmitz Schritte zur ersten Änderung des Bebauungsplanes für das Neubaugebiet "Gladiolenweg". Drei Meter Bauabstand zur Straße hin sind das Maß aller Dinge.

Die Erschließung des Baugebiet Gladiolenweg ist noch nicht beendet, schon wird der Bebauungsplan zum ersten Mal geändert. Die Gemeinde lässt in ganz bestimmten Fällen eine zweite Wohneinheit pro Parzelle zu.
von Norbert DuhrProfil

Neben der Erweiterung der Kindertagesstätte stand die Anpassung des Bebauungsplanes im Neubaugebiet "Gladiolenweg" ganz vorne auf der Agenda der Gemeinderäte in Schirmitz. Aufgrund einer Anfrage des Eigentümers einer Bauparzelle im Baugebiet "Gladiolenweg" erläutert Bürgermeister Ernst Lenk dieses Ansinnen anhand des Bebauungsplanes und zeigt den unterschiedlichen Verlauf des Baufensters auf. Ferner informierte der Gemeindechef über die erneute Anfrage zweier Bauplatzeigentümer hinsichtlich der Errichtung einer weiteren Wohneinheit.

Die Rücksprache mit dem Landratsamt ergab nach den Worten des Sitzungsleiters, dass Abweichungen in diesem Punkt genehmigt werden könnten, wenn die Grundzüge der Bebauung nicht betroffen seien. Entscheidend sei der Planungsgedanke der Gemeinde, den dringend benötigten Wohnraum für Familien zu schaffen, weshalb nur eine Wohneinheit je Bauparzelle vorgesehen gewesen sei. Der Gemeinderat habe die Errichtung von Einfamilienhäusern fördern und mehrere kleine Wohneinheiten als Mietwohnungen im Baugebiet ausschließen wollen.

Die Errichtung einer zweiten Wohneinheit je Parzelle zur Selbstnutzung für eigene Familienangehörige widerspricht dem Planungsgedanken daher nicht, hieß es. Eine ganz oder teilweise Vermietung sei aufgrund der Notarverträge ohnehin für die nächsten 15 Jahre ausgeschlossen. Die vom Gemeinderat bereits genehmigte Abweichung vom Bebauugsplan, dass waagrechte Fensterformate nur bei starken und senkrechten Fensterteilungen zulässig sind, könne ebenfalls in die Änderung mit aufgenommen werden. Bürgermeister Lenk schlägt vor, den Architekten Stefan Weidenhammer zu beauftragen, die Änderungen des Bebauungsplanes vorzubereiten.

Der Gemeinderat erklärte sich einverstanden. Die notwendigen Schritte zur ersten Änderung des Bebauungsplanes "Gladiolenweg" sollen veranlasst werden. Dabei soll das Baufenster durchgehend bis auf einen Grenzabstand von drei Meter zur Straße hin festgelegt werden. Die Festsetzung, dass waagrechte Fensterformate nur bei starken und senkrechten Fensterteilungen zulässig sind, soll gestrichen werden. Je Bauparzelle sollen zwei Wohneinheiten zulässig sein, bei Doppelhäusern gilt dies je Doppelhaushälfte.

Wohnanlage Weidener Straße

Die Firma Webau Weiden hatte als Verwalter der Wohnanlage Weidener Straße 4 a/4b die Errichtung eines Verkehrsspiegels an der Einfahrt zu den genannten Grundstücken beantragt. Der Gemeinderat lehnte die Anbringung ab. Die Eigentümer der Wohnanlage forderte er vielmehr dazu auf, den geforderten baulichen Zustand aus dem Jahr 2014 umzusetzen und damit die vorhandenen Sichthindernisse zu beseitigen.

Blütenstraße

Bürgermeister Lenk informierte darüber, dass am 16. August zwischen 7 und 17 Uhr die Asphaltfeinschicht in der Blütenstraße im Bereich zwischen "Stachus" und Kiesweg eingebaut wird und daher ein Befahren des genannten Bereichs sowie der Garten-, Auen- und Flurstraße (Teilstück) nicht möglich sein wird. Die Zufahrt für Rettungsdienste wird gewährleistet. Lenk bat alle Anlieger, bereits am Vortag die Fahrzeuge außerhalb der genannten Straßen zu parken. Die Bushaltestelle in der Blütenstraße wird voraussichtlich ab 23. August wieder angefahren werden können.

 

 

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