(br) "Im Außenbereich gibt es noch kein schnelles Internet", sagt Bürgermeister Gerhard Löckler und hatte interessierte Bürger zum einem Informationsgespräch zum Breitbandausbau, insbesondere zur Erschließung der Weiler und Einzelgehöfte, eingeladen. Über das Ergebnis der durchgeführten Markterkundung sowie den punktuellen Ablauf des nunmehr zweiten Förderverfahrens informierte ausführlich Manfred Gebhardt vom Ingenieurbüro "Innovative Kommunikations-Technologien" (I-KT) Manstorfer und Hecht in Regenburg.
Demnach ist nun für die Weiler Starkenacker, Neumühle, Haar, Weidenlohe und Holzmühle der Breitbandausbau mit einer Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) vorgesehen. Darüber hinaus erläuterte er technische Details im Rahmen zum Breitbandausbau hinsichtlich eines Glasfaseranschlusses an die örtlichen Kabelverzweiger. Er räumte jedoch ein, dass bei großen Entfernungen mit einer Minderung bei der Übertragungsrate nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne.
"Wir haben kein schnelles Internet, nur ISDN und auch seit fünf Wochen kein Telefon" klagte ein Bürger aus dem Weiler Haar. Sein deutlich zum Ausdruck gebrachter Unmut richtete sich an die Adresse des Telekommunikationsriesen Telekom. Gleichzeitig monierte er, dass Downloads von größeren Datenvolumen bis zu 31 Stunden in Anspruch nehmen. Zwar gibt es jetzt für die Bürger in den Weilern und Einzelgehöften Hoffnung, dass dies bald der Vergangenheit angehören wird, doch müssen sie sich vorerst noch etliche Jahre gedulden. Die jetzt vorgesehene Breitbanderschließung kann bis zu 48 Monate dauern, hieß es.
Bürgermeister Gerhard Löckler verwies darauf, dass die Kommune dieses Problem nicht lösen könne, jedoch bemüht sei, dass ihre Weiler bald einen Zugang zum schnellen Internet erhalten. Zudem gab er zu verstehen, dass die Gemeinde nur Partner in dem Förderverfahren sei.
Nach den Worten von Manfred Gebhardt wird damit gerechnet, nachdem der Gemeinderat das Angebot der Telekom zum Breitbandausbau angenommen hat, dass bis Anfang August der Förderbescheid vorliege. Als nächster Schritt gelte es, dass die Kommune mit dem beauftragten Telekommunikationsbetreibers einen Kooperationsvertrag abschließe.
Schlammersdorf
25.06.2018 - 14:22 Uhr
Breitband lässt auf sich warten

Am Laptop informiert Manfred Gebhardt (Zweiter von rechts) von der Innovativen Kommunikations-Technologien (I-KT) Manstorfer und Hecht interessierte Bürger aus den Weilern der Gemeinde Schlammersdorf über den weiteren Breitbandausbau beim zweiten Förderverfahren. Bürgermeister Gerhard Löckler (Bildmitte hinten) hatte zu den Informationsgespräch eingeladen.
br
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