03.12.2019 - 10:06 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

JU und CSU Schlammersdorf nominiert gemeinsame Kandidatenliste für Gemeinderat

Zum ersten Mal in der Geschichte Schlammersdorfs nominiert die Junge Union und CSU eine gemeinsame Liste. Die Zahl der weiblichen Bewerber und jungen Leute verleiht der Union ein neues Bild.

Stephan Oetzinger, Sabine Schultes und Stefan Schrembs (stehend, von links.) wünschten der Schlammersdorfer "CSU-Mannschaft" viel Erfolg für die Gemeinderatswahl 2020.
von WMIProfil

Als der JU-Ortsvorsitzende Fabian Wiesnet gemeinsam mit CSU-Ortsvorsitzender Tanja Renner die Gäste zur Nominierungsversammlung im Biergarten der Brauerei Püttner begrüßte, herrschte bereits Premierenstimmung. Nach der Gründung der Jungen Union im letzten Jahr wird es zur Kommunalwahl 2020 erstmals eine gemeinsame Liste der beiden Ortsverbände geben.

Wiesnet hob besonders die Ehrengäste Altbürgermeister Hubert Schneider und Ehrenvorsitzenden Georg Walberer hervor, auf deren Leistungen in der Gemeinde sich noch heute bauen lässt. Renner begrüßte zudem Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger sowie Gäste des Ortsverbandes Eschenbach um Kreistagskandidatin Sabine Schultes, die bei der Nominierung mit unterstützten.

„Dass Menschen sich für ein Ehrenamt in der Kommunalpolitik bewerben, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit geworden“, erläuterte Tanja Renner. „Umso mehr sind wir stolz auf unsere Listenkandidaten, die einen Querschnitt der Bevölkerung abbilden“, fügte Fabian Wiesnet hinzu. Unter den Kandidaten fänden sich neben einem Landwirt, einem Bauingenieur, einem Unternehmer, einem Software-Entwickler und einem Azubi auch Angestellte und Unternehmer, ein Polizist, ein Werkzeugmacher oder eine Betriebswirtin. „Unsere Liste zeigt, dass wir in der Bevölkerung in allen Bereichen vertreten sind“, meinte Renner. Bei der Reihung der Plätze blieb der Ortsverband beim über viele Wahlperioden bewährten System der Basisdemokratie und ließ die Anwesenden per Wahlverfahren über die genaue Platzierung entscheiden. Gerhard Hey regte im Vorfeld dazu an, feste Plätze gerade für die Kandidaten der Jungen Union zu vergeben. Nach Abstimmung wurde diesem Wunsch jedoch nicht entsprochen.

Nach der Wahl zeigte sich jedoch recht schnell, dass sich eine entsprechende Reihung dennoch ergeben hatte. Auf den vorderen Plätzen finden sich neben der Listenführerin und 2. Bürgermeisterin Tanja Renner auch die amtierenden Gemeinderäte Gerhard Wiesnet, Johann Wiesnet und Christian Schmid von der JU. Bereits auf Platz sechs findet sich der JU-Chef. Als Nachrücker auf der Liste konnten „die Schwarzen“ Oliver Schneider von der Jungen Union, Andreas Wiesnet und Jeremias Püttner, sowie Gerhard Hey gewinnen. Das sind zwei Kandidaten mehr als eigentlich gefordert wären. „Besonders freut es uns, dass wir über die Suche nach Kandidaten auch einige neue Mitglieder für den Ortsverband gewinnen konnten“ erläuterte Fabian Wiesnet. Neben Matthias Keck auf Platz 15 ist dies auch eine weitere Dame im CSU-Ortsverband, Cornelia Kausler auf Platz 14.

Neben der zu nominierenden Gemeinderatsliste stellten die Vorsitzenden auch die Kandidaten für den Kreistag aus dem Bereich der Veraltungsgemeinschaft vor. Wiesnet zeigte sich stolz, dass neben seiner Person auch zwei weitere junge Vertreter – Florian König aus Oberbibrach und Markus Schickentanz aus Vorbach – um den Einzug in den Kreistag kämpfen. Auch für die CSU gehen drei Kandidaten ins Rennen: Marga Kreutzer aus Oberbibrach, 2. Bürgermeister Josef Schreglmann aus Kirchenthumbach sowie die Ortsvorsitzende Renner.

„Eine Gemeinde lebt von der aktiven Mitgestaltung seiner Einwohner. Ohne einen starken Gemeinderat kann auch kein Bürgermeister anständig die Geschicke leiten“ konstatierte die Vorsitzende. Im nachfolgenden Referat von Stephan Oetzinger bekräftigte dieser die CSU-Ortsvorsitzede in ihren Aussagen. „Es muss Ziel sein, wieder die stärkste Kraft im Gemeinderat zu stellen.“ Er informierte über Themen der Kreis- und Landespolitik und stellte seinem Vorgänger im Amt des Kreisvorsitzenden, Landrat Andreas Meier, ein Zeugnis mit "Bestnote" aus: „Die Kreisumlage konnte von 45 auf 40 Punkte herabgesetzt werden. Damit sind wir praktisch schuldenfrei.“ Die gute Arbeit im Kreistag müsse weiter fortgesetzt werden. Durch das Aufstellen der jungen Liste sieht Oetzinger die Chancen weiter gestärkt. „Die Ausrufung der Modellregion für 5G sowie unsere Bestrebungen im Bereich Wasserstoff zeigen die Ausrichtung unserer Politik auf eine starke Zukunft für unseren Landkreis.“

Am Ende der Versammlung überreichte Renner den Damen der Liste je einen Blumenstrauß sowie den Herren eine Flasche Bier. „So ein Wahlkampf ist nicht immer einfach. Sollte es also mal schwerer werden hilft vielleicht die Flasche Püttner ,Einfach’s', damit es wieder leichter wird“, meinte die Ortsvorsitzende mit einem Augenzwinkern. Für Oetzinger gab es kein Geschenk, dafür für dessen Sohn Franz. Als Politiker ist die Zeit mit der Familie sicherlich höchstes Gut, meinte Renner und überreichte ihm einen Adventskalender in Buchform mit 24 Geschichten für die „staade Zeit“.

Info:

Kandidatenliste der Schlammersdorfer CSU

1. Tanja Renner, 37 Jahre, Lehrerin;

2. Gerhard Wiesnet, 49, Bauingenieur;

3. Johann Wiesnet, 55, Softwareentwickler;

4. Christian Schmid, 32, Braumeister;

5. Josef Thaller jun., 54, Werkzeugmacher;

6. Fabian Wiesnet, 19, Student,

7. Wolfgang Biersack, 40, Fuhrunternehmer;

8. Ludwig Bayer, 59, Beamter der Bundespolizei;

9. Peter Helldörfer, 33, Maschinenbauunternehmer;

10. Michael Wiesnet, 53, kaufmännischer Angestellter;

11. Josef Nickl, 56, Landwirt;

12. Daniel Kraus, 18, Auszubildender;

13. Sabrina Drummer, 30, Lehrerin;

14. Cornelia Kausler, 48, Produktmanagerin;

15. Matthias Keck, 39, Prozessingenieur;

16. Alfons Speckner, 56, Bau-Abteilungsleiter;

Ersatzkandidaten

1. Oliver Schneider, 22, Bankkaufmann;

2. Andreas Wiesnet, 45, kaufmännischer Angestellter;

3. Jeremias Püttner, 22, Brauer;

4. Gerhard Hey, 62, Beamter. (wmi)

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