19.04.2020 - 13:39 Uhr
SchlammersdorfOberpfalz

Zukünftiger Bürgermeister von Schlammersdorf: „Es gibt immer etwas zu tun“

Der Countdown für Johannes Schmid, als neuer Bürgermeister von Schlammersdorf die Amtsgeschäfte zu übernehmen, läuft. Erste Weichen wurden schon gestellt: Am 14. Mai ist im Bürgerhaus konstituierende Sitzung des neuen Gemeindeparlaments.

Den Weg in die Gemeindekanzlei in der Schulstraße wird Johannes Schmid als künftiger Bürgermeister von Schlammersdorf nun öfter gehen.
von Redaktion ONETZProfil

Bereits unmittelbar nach der Kommunalwahl habe der künftige Schlammersdorfer Rathauschef, Johannes Schmid, in mehreren Zusammenkünften mit Noch-Amtsinhaber Gerhard Löckler versucht, „sich schnellstmöglich in der Gemeindekanzlei einzuarbeiten“. Der 44-jährige Firmenkundenberater im Außendienst bei der AOK, Geschäftsstelle Eschenbach, wolle die bisherige Kommunalpolitik nahtlos fortsetzen, jedoch kündigte er auch an: „Ich werde meine eigenen Wege gehen.“

In naher Zukunft gelte es für ihn, dass im Baugebiet „Schlammersdorf-Süd“ im Bauabschnitt IV weitere Bauplätze zur Verfügung gestellt werden können. Die ersten Schritt hierzu seien bereits in die Wege geleitet, ebenso die zeitgemäße Gestaltung des Bürgerhaues, mit einem barrierefreien Zugang, behindertengerechten Toilettenanlagen sowie einem Wickelraum. Es gelte auch, den neugestalteten Generationenpark seinen Bestimmungen zu übergaben. Dabei findet es der künftige Bürgermeister sehr schade, dass es dem scheidenden Rathauschef wegen der Corona-Pandemie verwehrt bleibe, die Anlage selbst zu eröffnen.

Als weiteres Projekt nennt Schmid den Bau eines Radweges von Schlammersdorf nach Oberbibrach im Zuge einer interkommunalen Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vorbach. Während für den Bereich Schlammersdorf diesbezüglich sämtlich Grundstücksfragen geklärt sind, habe dies die Nachbarkommune noch zu bewerkstelligen. Der Landkreis Neustadt/WN stehe dieser Maßnahme positiv gegenüber und habe Fördermittel in Aussicht gestellt. Realisieren möchte das künftige Gemeindeoberhaupt als Kleinprojekt eine „Zeithaltestelle“ am Friedhof aus Mitteln des Regionalbudgets für den Kooperationsraum „Vierstädtedreieck“ im Rahmen der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE). Auch das Aufstellen einer Mitnahmebank soll verwirklicht werden, von wo Bürger weniger mobile Bürger abholen und an ihr Ziel bringen können.

„Die Gemeinde ist gut aufgestellt“, resümiert Johannes Schmid, doch sei er sich auch bewusst, „es gibt immer etwas zu tun“. Dabei nannte er die Zusammenarbeit mit der Jagdgenossenschaft, insbesondere zur Instandhaltung der Flurbereinigungswege. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch das Kernwegekonzept für die Allianz „Vierstädtedreieck“. Nach seinen Worten sollen in den kommenden Monaten konkrete Details vorgestellt werden. Ob und welche Wege im Bereich der Gemeinde Schlammersdorf berücksichtigt werden, sei im Augenblick noch offen. Ebenso der eventuelle finanzielle Anteil, „der im Auge behalten werden müsse“, so der künftige Rathauschef.

Keineswegs vernachlässigen wolle der neue Bürgermeister den Bauhof, der bedarfsgerecht weiter entwickelt werden soll. Darüber hinaus beabsichtigt Johannes Schmid auch größere Projekte in Angriff zu nehmen. Nach seinen Worten liegt dabei der Schwerpunkt auf die Sanierung der Ortskerne in den Ortsteilen. Hierfür soll ein neues Dorferneuerungsverfahren beantragt werden, um diese Vorhaben realisieren zu können. Schließlich gelte es für das künftige Gemeindeoberhaupt, die kommunalen Finanzen im Auge zu behalten. So wolle er nicht ausschließen, dass es wegen der Coronakrise bei Gewerbesteuer, Schlüsselzuweisungen und der Einkommensteuerbeteiligung mittelfristig finanzielle Einbußen geben könnte.

Neue Wege gehen möchte das künftige Gemeindeoberhaupt und einen Jugendgemeinderat ins Leben rufen. Es sei ihm wichtig, das Interesse der Jugend zu wecken, sich in der Kommune zu engagieren. Sehr aufgeschlossen für ein Jugendgremium zeigten sich bereits die Burschen und Mädchen der Katholischen Landjugendbewegung Bayerns (KLJB). Eingebunden sollen aber auch die Jugendlichen der Ortswehr, die neugegründeten Dorfkids bis hin zu den Ministranten werden.

Um das anstehende Arbeitspensum, neben dem Amt als Bürgermeister, auch im Abwasserzweckverband (AZV) Schlammersdorf-Vorbach, im Wasserzweckverband (WZV) „Vorbacher Gruppe“, im Schulverband Vorbach-Schlammersdorf sowie in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kirchenthumbach tätig zu sein, zu schaffen, hat ihm die AOK als Arbeitgeber Unterstützung zugesagt.

Unterstützung habe er zudem von seiner Ehefrau Daniela sowie seinen drei Kindern im Alter von 6, 9 und 13 Jahren. Seine Familie, die Johannes Schmid neben der Gartenarbeit als sein größtes Hobby bezeichnet, stand von der ersten Stunde an hinter seiner Bürgermeisterkandidatur. Das Familienoberhaupt schaffte vor sechs Jahren als Nachfolger für seinen Bruder Manfred auf Anhieb den Sprung ins Gemeindeparlament. So war in der Familie von Johannes Schmid die Freude nicht minder groß über das Wahlergebnis von fast 70 Prozent, wenngleich ohne Gegenkandidat. Das künftige Gemeindeoberhaupt wünscht sich nun eine fraktionsübergreifende gute Zusammenarbeit im Kommunalparlament.

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