03.04.2019 - 14:07 Uhr
Schlicht bei VilseckOberpfalz

KAB Schlicht in Sorge um Zukunft

Aktiv präsentiert sich der KAB-Ortsverband Schlicht. Bei seiner Jahreshauptversammlung zeigt sich der Verein aber angesichts der Altersstruktur seiner Mitglieder um Zukunft besorgt. Den neuen Präses sieht man als Hoffnungsträger.

Eine neue Führungsmannschaft wählt die KAB Schlicht (sitzend, von links): Maria Hertl, Hedwig Geier, Gerlinde Schmalisch und Hubert Winkelmaier; stehend (von links): stellvertretende Diözesanvorsitzende Hermine Knauer, der neue Präses Dieter Gerstacker, Vorstandssprecher Hans Ludwig Adam, Dieter Schmalisch, Bürgermeister Hans Martin Schertl, Hans Schneider und Pfarrvikar Hruday Kumar Madanu.
von Autor CTProfil

Über einen guten Besuch freute sich Hans Ludwig Adam als Sprecher des Führungsteams bei der Zusammenkunft im Gasthof Roter Hahn. Für die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) steht seinen Angaben nach immer der Mensch im Mittelpunkt. Der Verband versuche, das Gebot der Nächstenliebe auch in der Gesellschaft umzusetzen. Man sei in Kirche und Staat präsent und mische sich ein bei gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Fragen des Lebens – vor allem zum Wohle der Schwächeren. Deshalb biete die KAB den Mitgliedern neben einer umfangreichen Bildungsarbeit auch Rat, tätige Hilfe und Vertretung vor Gericht in Fragen des Arbeits- und Sozialrechts sowie des Lohn- und Einkommensteuerrechts, aber auch der Pflege und Vorsorge an. Der Ortsverband Schlicht bemüht sich laut Adam stets, den Mitgliedern interessante Angebote zu machen.

Das verdeutlichte auch Schriftführerin Gerlinde Schmalisch in ihrem Bericht. Neben der Teilnahme an kirchlichen und weltlichen Festen und der Familienwanderung, einer Flusskreuzfahrt im Ostseeraum, Betriebsbesichtigungen und Informationsfahrten, die sehr gut angenommen worden seien, habe man auch Vorträge angeboten und Gottesdienste thematisch gestaltet. Ein besonderer Akzent sei die Anschaffung einer KAB-Kerze, die zu verschiedenen Anlässen entzündet werde.

Kassier Hermann Geier berichtete, dass die KAB Schlicht keine Reichtümer zu verwalten habe, aber mit dem kleinen erwirtschafteten Plus durchaus zufrieden sei. Sorge bereite ihm allerdings die Altersstruktur der Mitglieder. Ohne eine Verjüngung, die sich auch im Führungsteam niederschlage, werde es schwer, das Veranstaltungsangebot und die KAB selbst zu erhalten.

Bürgermeister Hans Martin Schertl fand lobende Worte für die Schlichter KAB. Große Anerkennung verdienten alle, die in der heutigen Zeit Flagge zeigten und das Banner der KAB buchstäblich hoch hielten. Auch stellvertretende Diözesanvorsitzende Hermine Knauer zeigte sich sehr angetan von der Ortsgruppe und ihrer Arbeit. Sie unterstrich, dass man weiter für den Schutz des Sonntags kämpfen müsse. Besonders warb sie für eine Beteiligung an der Europawahl, da eine geringe Wahlbeteiligung vor allem den populistischen und extremen Kräften helfe. Das Europaparlament habe an Bedeutung für das Alltagsleben der Menschen gewonnen, und es gehe darum, die Einigkeit und den Frieden in Europa zu sichern und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Eine große Freude war es ihr, mit Diakon Dieter Gerstacker einen kompetenten und erfahrenen neuen Präses für die KAB Schlicht in sein Amt einzuführen und ihm die Ernennungsurkunde zu überreichen. Als früherer KAB-Vorsitzender in Amberg wisse er um die Ziele und Sorgen des Verbands. "Mit seiner Erfahrung und Dynamik wird er dem Ortsverband Schlicht gut tun", sagte sie.

Zusammen mit ihm und Vorstandssprecher Adam zeichnete sie langjährige Mitglieder mit der entsprechenden Urkunde und Ehrennadel aus: Maria Hertl und Hans Schneider für 50 Jahre, Hubert Winkelmaier, Gerlinde Schmalisch und Dieter Schmalisch für 40 Jahre und Hedwig Geier und Georg Schertl für 25 Treue zur KAB. Hans Ludwig Adam übergab vom Verein an jeden ein Präsent.

Adam wies auf einige Termine hin. Der neue Präses Dieter Gerstacker dankte den Jubilaren für ihre Treue und dem Führungsteam für seine engagierte Arbeit. Er werde sich bemühen, zu helfen, die Ziele der KAB in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt umzusetzen und Ideen einzubringen, damit der Ortsverband eine gute Zukunft hat. Bei Kaffee, Kuchen und Torten saß man noch länger beisammen.

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