25.08.2020 - 14:53 Uhr
Schlicht bei VilseckOberpfalz

Pfarrvikar verabschiedet sich bei Kirwagottesdienst in Schlicht

Kirwa in Schlicht - wegen Corona war sie diesmal ganz anders. Dennoch ließen es sich die Kirwaleut nicht nehmen, einen Baum aufzustellen und einen Kirwagottesdienst zu feiern.

Beim Kirwagottesdienst verabschiedete sich Pfarrvikar Hruday Madanu (Mitte) von den Gläubigen in Schlicht.
von Autor CTProfil

Auch wenn derzeit keine Veranstaltungen mit überschäumender Fröhlichkeit und Stimmung möglich sind, so ließen die Kirwagemeinschaft Schlicht und deren Kirwaleit die Tradition dennoch leben. Sie stellten am Kirchweih-Wochenende einen stattlichen Baum am Schulsportplatz auf und organisierten zusammen mit dem Pfarrgemeinderat den Kirwa-Gottesdienst. Dieser war sehr gut besucht, denn die mit Sicherheitsabstand bereitgestellten 200 Sitzplätze waren schnell restlos besetzt. Zahlreiche Gläubige standen außerdem noch außerhalb des abgesperrten Festplatzes. Zum guten Besuch des Kirchweihgottesdienstes hatte sicher beigetragen, dass es der letzte Gottesdienst von Pfarrvikar Hruday Madanu in Schlicht war. Damit verabschiedete sich der indische Geistliche, ab September wird er die Pfarrei Loizenkirchen in Niederbayern übernehmen.

Für den würdigen Rahmen beim Gottesdienst sorgten die Werkvolkkapelle Schlicht und der örtliche Kirchenchor mit ihren Darbietungen sowie die Vereine der Pfarrei, die sich mit ihren Fahnenabordnungen um den Altar aufgestellt hatten und so zum festlichen Bild beitrugen. Auch die Kirwapaare gestalteten mit Lesungen und Fürbitten den Gottesdienst mit. Bevor die Werkvolkkapelle zum Abschluss der Messe "Time to say Goodbye" vortrug, erfuhr der scheidende Pfarrvikar Madanu, der fünf Jahre in der Pfarreiengemeinschaft Vilseck- Schlicht-Sorghof gewirkt und im Pfarrhof in Schlicht gewohnt hat, nochmals große Anerkennung.

Stadtpfarrer Pater Robin dankte Madanu für seine umkomplizierte und aufrichtige Art in der Zusamenarbeit und die immer zuverlässige Unterstützung. Er habe ihm wie ein Bruder geholfen, sich in die Pfarreiengemeinschaft einzuarbeiten, betonte Robin. Einerseits bedauerte er Madanus Weggang, andererseits freute er sich mit ihm, dass er mit Loizenkirchen eine eigene Pfarrstelle und damit entsprechende Wertschätzung bekomme.

Pfarrgemeinderatssprecher Werner Prechtl hob die nette und bescheidene Art und die Aufgeschlossenheit hervor, mit der Madanu sich schnell die Sympathie aller Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft erworben habe. Kirchenpfleger Markus Graf erinnerte an die schwierige Phase, als die Pfarreiengemeinschaft ohne Pfarrer da stand. Diese Zeit habe der Pfarrvikar mit großem Einsatz und unerschütterlichem Gottvertrauen gemeistert. Für die Kirchenverwaltungen von Schlicht, Vilseck und Sorghof überreichte er zum Abschied einen Messkelch. Auch Bürgermeister Hans-Martin Schertl verabschiedete Madanu mit warmherzigen Worten.

Madanu zeigte sich sehr gerührt über die Herzlichkeit. Er betonte, dass er sich in der Pfarreiengemeinschaft sehr wohl gefühlt habe und Schlicht ihm zu einer zweiten Heimat geworden sei. Auch wenn die Wege sich nun trennten, werde man doch im Herzen und im Gebet verbunden bleiben, betonte der scheidende Pfarrvikar.

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