Schlicht bei Vilseck
30.05.2018 - 13:49 Uhr

Schlichter pilgern wieder nach Gößweinstein

52 Frauen und Männer beteiligten sich an der Fußwallfahrt nach Gößweinstein, die vermutlich auf ein Gelübde aus der Zeit der Pest zurückgeht. 1948 wiederbelebt, wird sie in Schlicht mit großem Eifer Jahr für Jahr am Leben gehalten.

Pfarrvikar Hruday Madanu (rechts) und Wallfahrtsführer Edmund Heldmann (Vierter von links) ehren zahlreiche Wallfahrer für ihre oftmalige Teilnahme (von links): Willi Pausch, Christian Weiß, Peter Andraschko, Manfred Härtl, Resi Regler, Christine Ratzke, Marianne Merkl und Roswitha Hufsky sowie in der  Mitte hinten mit dem Wallfahrtsbild Gerald Hüttner. ct
Pfarrvikar Hruday Madanu (rechts) und Wallfahrtsführer Edmund Heldmann (Vierter von links) ehren zahlreiche Wallfahrer für ihre oftmalige Teilnahme (von links): Willi Pausch, Christian Weiß, Peter Andraschko, Manfred Härtl, Resi Regler, Christine Ratzke, Marianne Merkl und Roswitha Hufsky sowie in der Mitte hinten mit dem Wallfahrtsbild Gerald Hüttner.

(ct) Alle Wallfahrer meisterten die ungewohnte Hitze, die vor allem am Sonntag herrschte. Am Samstag um 2 Uhr erhielten die Pilger von Pfarrvikar Huday Madanu den Reisesegen. Die erste Etappe bis Mönlas wurde mit Gebet und Gesang erstmals als Lichterprozession gestaltet. Gegen 13 Uhr waren die Wallfahrer dann am Ziel und wurden in der Basilika in Gößweinstein empfangen. Um 17 Uhr wurde der Kreuzweg gebetet. Am Abend fand in der Basilika das Wallfahreramt statt, das vom Kirchenchor Schlicht unter Leitung von Heiunz Krob und mit Franz Winklammn an der Orgel eindrucksvoll musikalisch gestaltet wurde.

Am Sonntag machten sich die Pilger um 8.15 Uhr auf den Rückweg und kamen in Schlicht gegen 17 Uhr an. Die Wallfahrergruppe, erneut von Edmund Heldmann geleitet, wurde am Ortseingang von Pfarrvikar Hruday Madanu, den Ministranten und der Werkvolkkapelle abgeholt und in die Pfarrkirche geleitet, wo unter großer Beteiligung der Bevölkerung die Schlussandacht stattfand. Madanu zollte den Wallfahrern für ihren Idealismus und ihr Durchhaltevermögen große Anerkennung. Der Geistliche verglich die Wallfahrt mit dem Weg des Glaubens, der ebenfalls eine persönliche Entscheidung, Orientierung am Ziel und Beharrlichkeit erfordere. Mit dem eucharistischen Segen endete die Andacht und die Wallfahrt.

Edmund Heldmann dankte allen Beteiligten und Unterstützern. Er zeigte sich sehr stolz auf "seine Truppe", die seit vielen Jahren zusammenhalte, was er mit Ehrungen unterstrich. Zusammen mit Pfarrvikar Madanu zeichnete er Roswitha Hufsky, Mariannne Merkl, Christine Ratzke und Peter Andraschko für die 25., Willi Pausch und Christian Weiß für die 30., Resi Regler für die 40. und Manfred Härtl gar für die 50.Teilnahme an der Wallfahrt mit einer Kerze aus. Besonders hob er noch Christian Weiß hervor, der 25 Jahre lang allein das Wallfahrtsbild getragen habe und nun von Gerald Hüttner unterstützt werde.

 
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