13.09.2018 - 16:31 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

29 weitere Baugrundstücke

Es ist keine zwei Jahre her, da fiel der Startschuss für das Baugebiet "Schmidgaden West III". Jetzt wird das Bauland in der Kommune schon wieder knapp. Diesem Umstand trägt der Gemeinderat Rechnung.

Direkt im Anschluss an das Baugebiet Schmidgaden West III (im Hintergrund) entstehen weitere 29 Parzellen für Bauwillige.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Bürgermeister Josef Deichl legte dem Gemeinderat die - durchaus erfreuliche - Entwicklung dar: In den kommenden zwei Wochen würden vier Bauplätze, drei in Schmidgaden und einer in Rottendorf, verkauft. Das hat zur Folge, dass die Gemeinde nur noch zwei Grundstücke für Bauwillige zur Verfügung hat.

Höchste Zeit also für die Ausweisung eines neuen Baugebietes. Das hat die Kommune bereits rechtzeitig ins Auge gefasst: Direkt im Anschluss an das bestehende Baugebiet "Schmidgaden West III" entstehen 29 neue Parzellen im Baugebiet "Schmidgaden West IV". In der Sitzung im Juli wurde die Planung bereits im Gemeinderat besprochen, nun hatte das Gremium den verfahrenstechnischen Startschuss für das Projekt zu geben.

Claudia Scharnagl vom Ingenieurbüro Seuss in Amberg stellte den Räten die Planungen für das 29 Parzellen umfassende Baugebiet vor. Im oberen Bereich des Areals - in Richtung Staatsstraße - sind demzufolge Grundstücke für Reihen- und Doppelhäuser vorgesehen. Den Rest der Fläche sollen Einfamilienhäuser füllen.

Von den Bedingungen her hat sich im Vergleich zu den Festsetzungen für das benachbarte Gebiet "Schmidgaden West III" so gut wie nichts geändert. Eine Neuerung gibt es zum Beispiel im Bereich der Pultdächer: Hier wurde die zulässige Neigung auf bis zu sieben Grad geändert. Im Baugebiet ist auch ein großer Spielplatz vorgesehen.

Lydia Magdalena Schimmer beantragte, die Lärmschutzwand jenseits des Radweges aufzustellen und somit näher an die Staatsstraße zu rücken. Das wäre aber wegen der Besitzverhältnisse der betreffenden Flächen schwierig, bekam sie zur Antwort. Der Antrag wurde mit 1:13 Stimmen abgelehnt.

Dem Rat lagen zwei Varianten zur Abstimmung vor, die sich größtenteils durch die Garagenstandorte im Bereich der Mehrfamilienhäuser unterschieden. Er entschied sich für eine Alternative, bei der die Garagen eher "dezentral" untergebracht sind. Außerdem sprach sich das Gremium dafür aus, den Spielplatz auf einem anderen Grundstück im oberen Bereich des Baugebietes einzurichten. Der Bebauungsplan wird nach der einstimmigen Entscheidung im Rat nun zur ersten Runde der Bürger- und Behördenbeteiligung ausgelegt.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat auch die Höhe für das Erfrischungsgeld der Wahlvorstände bei der Landtags- und Bezirkswahl am 14. Oktober. Bisher erhielten die Wahlvorstände bei der Urnenwahl 30 Euro, bei der Briefwahl 25 Euro. Diese Beträge werden nun um jeweils fünf Euro angehoben. Insgesamt sind laut Bürgermeister Josef Deichl beim anstehenden Urnengang am 14. Oktober 37 Helfer in der Gemeinde im Einsatz.

Dritter Bürgermeister Eduard Delling sprach unter dem Punkt "Anfragen" ein Anliegen an, mit dem Eltern von Kindergartenkindern an ihn herangetreten seien: Darin ging es um den Wunsch nach einem warmen Mittagessen im Kindergarten. Bürgermeister Josef Deichl entgegnete, dass im Vorjahr eine Rundfrage gemacht worden und die Nachfrage nach einem warmen Mittagessen als nicht so hoch angesehen worden sei. Gleichwohl werde die Thematik aber aufgenommen, sagte das Gemeindeoberhaupt zu.

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