14.10.2018 - 11:37 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Breitband für 700 Haushalte

Es ist ein zähes Stück Arbeit für die Gemeindeverwaltung, bis endlich der ganze Ort mit an Breitband angeschlossen ist. 700 Haushalte können ab sofort schnelles Internet nutzen, informiert Enrico Delfino von Telekom Deutschland.

Enrico Delfino (Zweiter von rechts) von der Telekom Deutschland freute sich mit Bürgermeister Josef Deichl (Zweiter von links) und den Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung Martin Janz (links) und Ramona Baar (rechts) über den Ausbau des Internet-Breitbands in Schmidgaden. Ein symbolischer Buzzer-Druck signalisierte die Fertigstellung der Arbeiten.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Bei einem Termin mit Bürgermeister Josef Deichl und Mitarbeitern aus dem Rathaus erinnert Geschäftsleiter Martin Janz, dass die Gemeinde seit 2002 darum bemüht war, das Netz im Ort ausbauen und schneller machen zu lassen. Vor über einem Jahr habe dann der Ausbau des Breitbands begonnen, der nun abgeschlossen sei – abgesehen von 19 Anschlüssen, die sehr weit außerhalb liegen.

Wie Telekom-Vertreter Delfino erläuterte, könnten die angeschlossenen 700 Haushalte in Schmidgaden gleichzeitig Telefonieren, Surfen und Fernsehen. „Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud.“ Das maximal Tempo beim Herunterladen steige auf bis zu einem Gigabit/Sekunde. Die Telekom habe dafür 46 Kilometer Glasfaser verlegt, zwölf Multifunktionsgehäuse und einen Netzverteiler neu aufgestellt.

Bürgermeister Deichl nutzte den geläufigen Ausdruck der „Auffahrt zur Datenautobahn“, den die Gemeinde nun besitze. Der Ort werde dadurch „als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver“. 753 000 Euro wurden für die Arbeiten der zurückliegenden 16 Monate ausgegeben, wobei der Freistaat Schmidgaden mit einem Zuschuss von 602 000 Euro finanzielle unter die Arme griff. „Es gibt aber noch 19 Anschlüsse, die wegen ihrer zu großen Entfernung noch nicht angeschlossen sind“, schränkte Deichl ein. Damit auch sie in den Genuss von Breitband kommen, werden weitere 350 000 Euro nötig. Um das zu finanzieren will sich die Gemeinde um Finanzmittel aus dem Bundesförderprogramm bemühen, in Zusammenarbeit mit den Landkreisen Schwandorf und Cham.

Geplant ist überdies, in der Gemeinde zwei Hot Spots einzurichten. Der eine soll sich einmal auf dem Dorfplatz von Schmidgaden befinden, der andere im Vereinsheim in Trisching. Hot Spots sind öffentliche drahtlose Internetzugangspunkte.

Wie Telekom-Regionalmanager Delfino ergänzte, müsse jeder selbst aktiv werden, der die schneller Internetanschlüsse nutzen möchte. Man könne sie ab sofort online, telefonisch oder im Fachhandel buchen. Für bereits bestehende Anschlüsse erfolge keine automatische Anpassung der Geschwindigkeit. Wer das Tempo bei sich zu Hause erhöhen will, muss seinen Altvertrag umstellen. Entsprechende Infods gebe es im Internet oder Beim Kundenservice der Telekom.

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