22.07.2019 - 18:16 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Was Cyber-Mobbing anrichten kann

Die Schmidgadener Mittelschule geht offensiv gegen Mobbing vor: Um die Schüler zu sensibilisieren, holt man sich Experten ins Haus.

Schulleiter Klaus Ruetz hatte Präventionstage gegen Mobbing organisiert. Die Schüler reflektierten ihr eigenes Verhalten. Experten erläuterten auch, wie sich die Jugendlichen davor schützen können.
von Externer BeitragProfil

Cyber-Mobbing ist ein großes Problem - für die betroffenen Schüler, die Lehrer und Eltern. Nicht nur um den eigenen Klassenverband zu stärken, sondern auch im Hinblick auf den Versuch "private Handynutzung an Schulen", für den die Mittelschule Schmidgaden vom Kultusministerium ausgewählt wurde, initiierte Schulleiter Klaus Ruetz Präventionstage gegen Mobbing. "Mir ist es enorm wichtig, den Schülern mit allen möglichen Mitteln noch einmal deutlich zu machen, was Cyber-Mobbing gerade in den sozialen Netzwerken, bei WhatsApp, Instagramm, Facebook und Twitter anrichten kann und wie man sich dagegen wehren kann", betonte der Rektor.

Dafür holte er nicht nur die Anti-Mobbing-Expertin Dagmar Bäuml zu sich an die Mittelschule, die seit Jahren als externer Kooperationspartner für Schulen tätig ist. Ruetz kontaktierte auch die Polizei Amberg, die sich sofort bereit erklärte, den Schülern die rechtlichen Bestimmungen zu den sozialen Netzwerken noch einmal darzulegen. Polizeihauptmeister Sven Ertel erklärte einen Tag lang allen Schülern die Rechtslage und die rechtlichen Konsequenzen des Cyber-Mobbings in den sozialen Netzwerken. Dagmar Bäuml hingegen vermittelte ein Grundverständnis von Mobbing und dessen oft verheerende Auswirkungen. Mithilfe von Gummibärchen, Heldenarmbändern, Gesprächsrunden, Rollenspielen und Filmen wurde das Thema verständlich gemacht und die Wahrnehmung sensibilisiert.

Zum Abschluss wurden eigene Bedürfnisse analysiert und Ziele für eine gewaltfreie Schule gesteckt. "Ich möchte den Kindern eine sichere Orientierung geben, um bei einem Mobbing-Konflikt bereits im Frühstadium handeln zu können", erläuterte Bäuml. Im schulischen Rahmen stünden Methoden zur Selbstreflexion und die Einschätzung der Eigenverantwortung mit im Vordergrund.

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