17.12.2019 - 11:56 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Diskussionen um eine Bauvoranfrage

Eine Bauvoranfrage aus Rottendorf sorgte für heftige Diskussionen im Gemeinderat. Am Ende setzte sich eine Mehrheit für eine Sonderlösung durch.

Das Bild zeigt das Anwesen, wo nach mehreren Anläufen im Gemeinderat das gemeindliche Einvernehmen für das geplante Mehrfamilienhaus erteilt werden konnte.
von Richard AltmannProfil

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Sitzungssaal der Gemeinde Schmidgaden bei der letzten Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr. Zunächst genehmigte das Gremium das Protokoll der Sitzung vom 19. November, anschließend gab Bürgermeister Josef Deichl Beschlüsse aus der nichtöffentlichen Sitzung bekannt, die nicht mehr der Geheimhaltung unterliegen.

So wurde der Pachtvertrag mit dem 1.FC Schmidgaden um 30 Jahre verlängert, zu den gleichen Konditionen wie schon beim SV Trisching-Rottendorf. Die Firma Putzmann aus Windischeschenbach wurde für eine Summe von 107 343,14 Euro mit der Sanierung des Kinderspielplatzes in der Ringstraße in Schmidgaden beauftragt. Die Abgasabsauganlage in den Feuerwehrhäusern Schmidgaden und Gösselsdorf wird für 25 248 Euro von der Firma Moritz Gschrey ausgeführt. Der hydraulische Ausgleich der Heizung in der Mittelschule wird für 7582 Euro ebenfalls von der Firma Moritz Gschrey durchgeführt. Die Kamerabefahrung in Schmidgaden ging an die Firma Hammerer für 7308 Euro.

Sondergenehmigung für Hausbau?

Beim nächsten Tagesordnungspunkt entspann sich wieder eine Diskussion, denn ein junger Mann möchte in Rottendorf ein Haus errichten. Es soll am Schulberg stehen, auf einem Grundstück, dass bis dato noch nicht erschlossen ist. Die Erschließung kann er über sein eigenes Grundstück auf eigene Kosten machen. Hierzu führte Bürgermeister Deichl an, dass es sich um eine Ausnahmegenehmigung handeln würde. Diese Problematik habe sich in der Gemeinde schon mehrmals gestellt und bringe Probleme mit sich. Die Verwaltung und er tendieren dazu, mit den Anliegern zu sprechen, das gesamte Gebiet zu überplanen und einen Bebauungsplan zu errichten.

Diesem Vorschlag widersprach Gemeinderat Florian Burth. Er plädierte dafür, dem Bauwerber doch keine Steine in den Weg zu legen. Denn wenn er schon für die Erschließung auf eigene Kosten und durch sein eigenes Grundstück sorgt, gebe es kein Hindernis, dem Antrag nicht zuzustimmen. Ei sei zu erwarten, dass die anderen Eigentümer der Grundstücke einer Erschließung zu diesem Zeitpunkt nicht positiv gegenüberstehen. Außerdem wolle man doch, dass sich junge Menschen ansiedeln. Dieser Meinung schloss sich eine Mehrheit unter den anwesenden Gemeinderäten an, so dass am Ende der Bauvoranfrage mit neun zu vier Stimmen das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde, ohne vorherige Erschließung.

Änderung bei Mehrfamilienhaus

Das nächste Bauvorhaben beschäftigte den Gemeinderat schon häufiger: Zwei Leute aus Ursensollen wollen ein Mehrfamilienhauses in der Schmidgadener Hauptstraße errichten. Hier lag dem Gemeinderat ein geänderter Bauantrag vor, in dem die Höhe des Gebäudes nach Aufforderung des Gemeinderats angepasst wurde. Einzig mit der Zufahrt für die Stellplätze haben die Gemeinderäte noch ein Problem. Dies soll nicht über die Pfarrer-Willkofer-Straße erfolgen, sondern über die Hauptstraße. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt unter der Maßgabe der Änderung der Zufahrt.

Der letzte Bauantrag der vorlag, beinhaltete eine Nutzungsänderung der ehemaligen Praxisräume in der Rebenstraße in einen IT-Dienstleistungsbetrieb. Hier erteilte der Gemeinderat das Einvernehmen. Die Gemeinde Schmidgaden baut bei der Mittelschule einen neuen Kindergarten, auf dem Dach sollte geprüft werden, ob dort eine Photovoltaik-Anlage installiert werden kann, obwohl es sich um ein Flachdach handelt. Damit wurde Norbert Hiller vom gleichnamigen Planungsbüro beauftragt. Dieser stellte in der Sitzung seine Ergebnisse vor.

Dabei kam raus, dass das Flachdach nicht angebohrt werden müsse, wenn die Platten aufgebracht werden, auch in Sachen Wirtschaftlichkeit seien Vorteile zu sehen. Dies veranlasste den Gemeinderat dazu zuzustimmen, eine Photovoltaikanlage auf dem neuen Kindergarten und der neuen Kindertagesstätte errichten zu lassen.

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