11.07.2018 - 17:37 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Haushalt verabschiedet

Es ist mit knapp neun Millionen Euro der zweithöchste Haushalt der Gemeinde. Die Zustimmung erfolgt einstimmig.

Das Baugebiet West III in Schmidgaden ein Selbstläufer, hier wachsen die Häuser wie die Pilze aus dem Boden. Erschlossen wurde das Areal erst im vergangenen Jahr.

(ral) Bürgermeister Josef Deichl sagte zu Beginn der Beratung, dass zum 30. Juni die Einwohnerzahl 2949 betrug. Im vergangenen Jahr wurden mit 27 so viele Bauplätze wie noch nie verkauft. In diesem Jahr sieht es ebenfalls sehr gut aus. Das Gewerbegebiet Schmidgaden ist voll, gut laufen die Ansiedlungen im Gewerbegebiet Trisching, auch im Industriegebiet Trisching ist das erste Grundstück verkauft.

Große Investitionen

Die Steuerkraft der Gemeinde ist laut Deichl auf 659 Euro pro Person angestiegen, was im Vergleich mit den Nachbargemeinden Stulln und Fensterbach immer noch sehr wenig ist. Auf die Gemeinde kommen große Investitionen zu: Straßenbau in Rottendorf, Wasserleitungsbau, die Erweiterung des Kindergartens und der Kinderkrippe. In den letzten Jahren sind auch die Personalkosten gestiegen, durch die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter im Bauhof, sowie neue Stellen in der Verwaltung wegen steigender Aufgaben. Dem zu erwartenden Fachkräftemangel kann die Gemeinde durch eigene Nachwuchs-Ausbildung entgegen treten.

Die erfreuliche Steigerung der Kinderzahl im Kindergarten erfordert entsprechend ein Mehr an Personal. Anschließend übergab Deichl das Wort an Kämmerer Hans Werner. Dieser erläuterte noch einmal die allgemeine Haushaltssituation, die er schriftlich zusammengefasst den Gemeinderäten vorgelegt hatte. Er zeigte den Verwaltungshaushalt in seinen Einzelheiten noch einmal auf. Die wichtigsten Ausgaben sind die Gewerbesteuerumlage 125 000, Kreisumlage 1 127 600, Personalausgaben 1 568 100, Betriebs- und Unterhaltungsausgaben 1 357 800, Zinsausgaben 4100 und als Zuführung in den Vermögenshaushalt 828 000 Euro.

Im Vermögenshaushalt plant die Gemeinde eine ganze Reihe von Baumaßnahmen und Beschaffungen. Ausgabenschwerpunkte sind Grundstückskäufe für Tauschflächen sowie die Ausstattung des gemeindlichen Bauhofes. Die in den vergangenen Jahren erworbenen Tauschflächen sind in der Zwischenzeit größtenteils aufgebraucht.

Weiterer Grunderwerb

Die wichtigsten Einnahmen im Haushaltsjahr kommen aus Bauplatzverkauf 310 000, Erschließungsbeiträge Straßen 300 000, Verkauf von Gewerbeflächen 720 000 Euro, Zuschuss für DSL-Erschließung 200 000, Kanalbeiträge 200 000, Wasserbeiträge 20 000 und Zuschuss Buswartehäuschen 40 000 Euro. Die wichtigsten Investitionen sind Grundstückskauf landwirtschaftliche Tauschflächen 300 000 Euro, Grunderwerb Baugebiet 1 015 000, Breitbandausbau 300 000. Schlepper für den Bauhof 175 000, Verbesserungsbeiträge für ZV Brudersdorfer Gruppe 140 000, Neubau Buswartehäuschen 150 000, Planungskosten für Straßenbau Trisching 40 000 und Inzendorf 90 000. Fahrzeug für die Wasserversorgung 60 000 und Planungskosten zur Erweiterung des Kindergarten 100 000 Euro.

Eine Neuverschuldung ist nur für den eventuellen Ankauf von Tauschflächen geplant. Die finanzielle Situation der kommenden Jahre beschrieb Werner als gut. Nach wie vor sind noch viele Bauplätze, Gewerbe- und Industrieflächen im Eigentum der Gemeinde. Hier ist mit einem Rückfluss der Investitionen zu rechnen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Haushaltssatzung. Der Finanz- und Investitionsplan von 2019 bis 2022 wurde ebenfalls einstimmig genehmigt. Vor allem der Straßenbau in Rottendorf und Inzendorf und die Kindergartenerweiterung schlagen zu Buche.

Der Haushalt 2018:

Der Haushalt 2018

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes steigt 2018. Der Haushaltsansatz bei den Gewerbesteuereinnahmen wurde um 130 000 Euro erhöht. Für den Verwaltungshaushalt ergibt sich eine deutliche Steigerung von 10,97 Prozent. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 5 299 100 Euro (2017: 4 775 400 ), der Vermögenshaushalt 3 779 500 Euro ( 2017: 4 478 600). Die Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen werden auf 500 000 Euro festgesetzt. Für die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Betriebe) 320 von Hundert, für die Grundsteuer B (Grundstücke) 320 von Hundert. Die Gewerbesteuer 350 von Hundert. Schmidgaden gilt nach wie vor als "finanzschwache Gemeinde", da die Steuerkraft lediglich bei 659,58 Euro pro Person liegt. Damit nimmt die Kommune Platz 1502 unter den bayerischen Gemeinden ein. Stulln zum Beispiel liegt mit 1607,34 Euro pro Person auf dem 86. Platz. (ral)

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