Jagdgenossenschaft Schmidgaden beklagt hohen Anteil an Wildunfällen

Schmidgaden
23.01.2023 - 10:34 Uhr
Der Anteil der bei Wildunfällen getöteten Tiere liegt im Bereich der Jagdgenossenschaft Schmidgaden bei 38 Prozent.

Bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Schmidgaden lobte Jagdvorsteher Johann Schmidl die gute Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern und der Gemeinde. Wie er laut einer Mitteilung der Jagdgenossenschaft weiter ausführte, seien die vorhandenen Geräte wie Holzspalter und Mulchgerät gut im Einsatz. Leider stehe der bestellte liegende Holzspalter wegen Lieferschwierigkeiten noch nicht zur Verfügung. Er war für Oktober in Aussicht gestellt und soll nun im Februar geliefert werden.

Schmidl ging auch auf die zur Zeit laufenden Stromleitungsarbeiten im Rahmen des Ostbayernrings ein. Die zum Teil engen und leichter verbauten Flurbereinigungsstraßen werden vermutlich durch schwere Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Gemeinsam mit der Gemeinde werde man darauf achten, dass diese nach Abschluss der Arbeiten wieder in den Ursprungszustand versetzt werden.

Manfred Röhl gab den Bericht für die Jagdpächter ab und zeigte die veränderte Jagdsituation auf. Größere Jagden finden praktisch nicht mehr statt. Den vorhandenen Rehwildbestand bezeichnete er als "noch gut". Der Abschussplan wurde exakt eingehalten. Leider seien aber 38 Prozent davon durch Verkehrstod zu beklagen. Bedrohlich sei der starke Rückgang bei Hasen und Rebhühnern. Es konnten 26 Füchse erlegt werden. Die Lebensräume der Tierwelt in der Natur würden weniger und verändern sich, betonte der Redner. Auch das Nahrungsangebot werde knapp, die Beunruhigung im Revier nehme zu, was zur Folge habe, dass sich das Wild auch in den Wohnbereich wagt.

Dritte Bürgermeisterin Theresia Dobler betonte das sehr gute Verhältnis zwischen Gemeinde und Genossenschaft und appellierte an alle Beteiligten, für einen ausgewogenen Naturhaushalt zu sorgen, in dem der Tierwelt ausreichend Lebensraum zur Verfügung steht. Sie bestätigte, dass die Beweissicherung im Zusammenhang mit der Wegenutzung beim Bau des Ostbayernrings über die Gemeinde eingeleitet worden sei.

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