Zur Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Schmidgaden hatten sich 27 Jagdgenossen im Gasthof Anderl eingefunden. Jagdvorsteher Johann Schmidl konnte die Dritte Bürgermeisterin Theresia Dobler und auch die beiden Jagdpächter Erich Bücherl und Manfred Röhl begrüßen. Bei dem Treffen mussten die Jahre 2020 und 2021 abgearbeitet werden. Es konnte ein neuer Jagdkataster erstanden werden, so dass der Genossenschaft nun die aktuellen Jagdflächen vorliegen. Erfreulich war laut Pressemitteilung auch die Information aus dem forstamtlichen Gutachten von 2021, das aussagt, dass die Verbisssituation im Revier tragbar ist und somit der Abschussplan für das Rehwild beigehalten werden kann. Angesprochen wurde auch der Wegebau, der in den vergangenen Jahren in Zusammenarbeit mit der Gemeinde positiv erledigt werden konnte. Ein weiterer kleiner Bedarf an Sanierung stünde noch an, dieser muss jedoch noch besprochen werden. Das angedachte Kaffeekränzchen für die Frauen und ein Grillabend sollen heuer stattfinden. Erneut wies er darauf hin, dass Grundstücksveränderungen oder Hofübergaben vom Jagdgenossen angezeigt werden müssen.
Manfred Röhl gab den Bericht für die Jagdpächter ab und zeigte sich mit der durchaus veränderten Jagdsituation zufrieden. Dies gilt vor allem für das vorhandene Rehwild. Durch gute Fütterung im Winter kann man das Wild an seinen Einständen halten. Erich Bücherl mit seinen Helfern kümmert sich speziell um diesen Bereich. Der dreijährige Abschussplan wurde eingehalten. Beklagen musste Röhl den starken Rückgang von Hase und Rebhuhn. Die Lebensräume und dadurch die Unterstände für die Tierwelt in der Natur haben sich in den letzten Jahren verändert. Man will aber nicht klagen, sondern die Pächter versuchen mit den vorherrschenden Bedingungen die beste Hege und Pflege zu ereichen.
Dritte Bürgermeisterin Theresia Dobler lobte das gute Miteinander zwischen Gemeinde, Jagdpächtern und Jagdgenossen. Ein großes Anliegen sei für sie ein ausgewogener Naturhaushalt, in dem der Tierwelt ausreichend Lebensraum zur Verfügung steht, da dies ein nachhaltiger Beitrag für unsere Nachkommen sei. Als Anregung gab sie der Versammlung in diesem Zusammenhang ein Nachdenken über die Einrichtung eines Waldkindergartens.
Unter dem Tagesordnungspunkt Verwendung des Jagdpachtschilling kam der Antrag, dass neben dem vorhandenen stehenden Holzspalter, ein neuer liegender angeschafft werden soll. Die Abstimmung durch die Versammlung brachte ein einstimmiges Ergebnis für den Antrag.
Zum Schluss der Versammlung gab es noch eine außergewöhnliche Ehrung vorzunehmen. Jagdvorsteher Johann Schmidl übt das Amt nun schon 40 Jahre aus. Nach dem plötzlichen Tod des Vorgängers, Georg Bauer, übernahm er 1982 die Verantwortung und wurde mit jungen 27 Jahren an die Spitze der Jagdgenossenschaft gewählt. Die Jagdpächter und die Jagdvorstandschaft dankten ihm für seine sehr gute Arbeit in den vielen Jahren. Sie überreichten ihm zwei Gutscheine.













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