18.01.2019 - 18:06 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Masterplan für die Glasfaser

Die Erneuerung der Wasserleitung und der damit verbundene Straßenausbau in Rottendorf ist das größte Bauvorhaben in diesem Jahr. Im Zuge dieser Baumaßnahme wird auch dem digitalen Zeitalter Rechnung getragen.

Auf der Wiese gegenüber der Firma Quadrus soll ein Parkplatz mit 320 Stellplätzen gebaut werden. Der Gemeinderat gab dafür grünes Licht.
von Richard BraunProfil

Die Versorgung der Haushalte mit schnellem Internet gestaltet sich für jede Kommune zur Zukunftsaufgabe. In dieser Technologie spielt die Glasfaser eine herausgehobenen Rolle. Die Kombination Kupferleitung-Glasfaser, wie es sich momentan als gängigste Lösung anbietet, kann nur als eine Übergangslösung angesehen werden. Die Zukunft gehört eindeutig der Glasfaserleitung. Um hier die richtigen Entscheidungen zu treffen und den Anschluss an die moderne Datenübertragung nicht zu verlieren, soll ein "Masterplan Glasfaser" für die Gemeinde Schmidgaden erstellt werden.

Umfassende Informationen zu diesem Thema lieferte dem Gemeinderat das Planungsbüro Reuther NetConsulting. Zum ersten Mal kann die Versorgung der Haushalte mit Glasfaser in Rottendorf umgesetzt werden. Der geplante Straßenausbau bietet sich dafür geradezu an. Die notwendigen Entscheidungen muss der Gemeinderat erst noch treffen.

Als eine "gelungene Sache" bezeichnete Bürgermeister Josef Deichl den Waldwegebau in den Gemarkungen Schmidgaden, Gösselsdorf und Rottendorf. In Zusammenarbeit mit den Jagdgenossen wurden 16,43 Kilometer Waldwege ausgebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 75 000 Euro. Anteilmäßig wurden die Jagdgenossenschaft Rottendorf mit 12 300 Euro, die Jagdgenossenschaft Schmidgaden mit 4000 Euro und die Jagdgenossenschaft Gösselsdorf mit 3000 Euro beteiligt.

Die Firma Quadrus beabsichtigt den Bau eines Parkplatzes gegenüber dem Firmengelände. Dafür ist die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes und die Ausweisung des Geländes als Gewerbegebiet notwendig. Die eingegangenen Stellungsnahmen und Einwände aus der Bürger- und Behördenbeteiligung wurden einzeln abgehandelt. Demnach sind auf dem Gelände 320 Parzellen vorgesehen. Beim Ausbau dürfen nur die Fahrstreifen geteert werden, der Rest ist mit Schotter zu befestigen. Eine Bebauung mit Gebäuden wird auch in Zukunft ausgeschlossen. Die dafür notwendigen Beschlüsse wurden einstimmig gefällt.

In der Pfarrer-Willkofer-Straße ist die Kanalisation in einem sehr maroden Zustand und muss dringend erneuert werden. Die Wasserleitung in diesem Straßenabschnitt ist dagegen noch in einem sehr guten Zustand. Der Gemeinderat steht nun vor der Entscheidung eines Vollausbaues der Straße oder nur die Erneuerung der Kanalisation. Dies ist vor allem auch eine Kostenfrage. Eine Entscheidung wurde auf die Haushaltsberatungen vertagt.

In den letzten Jahren hat sich die Einwohnerzahl sehr positiv entwickelt. Derzeit sind 2971 Bürger in der Gemeinde gemeldet. Dies veranlasste den Gemeinderat, die Kinderförderung ab 2019 einzustellen. Alte Förderanträge werden noch berücksichtigt. In der Flugplatzstraße soll ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage gebaut werden. Dazu wurde das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. Ein Investor plant im Säulnhofer Weg die Errichtung eines Mehrparteienhauses. Dagegen gab es keine Einwände. Bürgermeister Josef Deichl gab bekannt, dass am 8. März eine Jugendbürgerversammlung stattfindet. Das gesteigerte Interesse er Jugend an der Gemeindepolitik wird vom Gemeinderat sehr begrüßt.

Der Kanal in der Pfarrer Willkofer Straße ist in einem völlig maroden Zustand. Eine Erneuerung muss ins Auge gefasst werden.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.