24.05.2021 - 16:17 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Photovoltaik und Kindergarten: Schmidgaden einen Schritt weiter

Mit dem Kindergarten-Neubau in Schmidgaden geht es voran. In Rottendorf wird am Zugang zum Friedhof gearbeitet. Auch in Sachen Energiewende geht es voran in der Gemeinde, die noch dazu gute Noten für ihr Archiv bekam.

In Rottendorf wurde der Treppenaufgang zum Friedhof abgebrochen, die Sanierungsmaßnahmen werden etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen, so die Informationen bei Sitzung des Gemeinderats Schmidgaden.
von Richard AltmannProfil

Die Freiflächenphotovoltaikanlage in Hartenricht hatte den Schmidgadener Gemeinderat schon öfter beschäftigt. Hier musste der Flächennutzungsplan projektbezogen geändert werden. Die beiden Auslegungen sind bereits erfolgt. In dieser Sitzung informierte nun Landschaftsarchitekt Gottfried Plank über die Anmerkungen einiger öffentlicher Stellen, die bei der zweiten Auslegung kamen. Von privater Seite gab es keine Einwendungen. So konnte am Schluss mit den entsprechenden Beschlüssen, die Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht werden.

Weniger begeistert war das Gremium aber von einer Freiflächenanlage in der Nachbarschaft. Martin Schweitzer (Gemeindewohl Schmidgaden) brachte ein, dass eine geplante Photovoltaik-Anlage in Stulln zwischen Freiung und dem Reichhart-Schacht sich negativ auf die Ortschaft Schmidgaden auswirken würde. Er bekam dabei große Zustimmung von allen Gemeinderäten. Auch Bürgermeister Josef Deichl zeigte sich kritisch. Die Bemerkung vonseiten der Gemeinde Stulln, dass niemand beeinträchtigt wird, stimme so nicht.

Unter der Rubrik Bauanträge lag dem Gemeinderat eine Bauvoranfrage aus Rottendorf vor. Dabei ging es um den Umbau und Aufstockung mit Anbau eines Balkons an dein bestehende Wohnhaus. Der Gemeinderat erteilte das gemeindliche Einvernehmen zu diesem Vorhaben. Aus Littenhof kam ein Antrag, die Strraßenbeleuchtung zu erweitern. Nach einer kurzen Diskussion entschied sich der Gemeinderat, dies zu tun. Es soll nun ein Beleuchtungskonzept für die Ortschaft erstellt werden, die Beleuchtung soll dann entsprechend erweitert werden. Bürgermeister Josef Deichl informierte das Gremium darüber, dass im Freistellungsverfahren fünf Bauanträge an das Landratsamt weitergeleitet wurden.

In Rottendorf wurde der Treppenaufgang zum Friedhof abgebrochen, die Sanierungsmaßnahmen werden rund sechs Wochen in Anspruch nehmen. Die Bauarbeiten am neuen Kindergarten gehen gut voran, so dass das Gebäude im September genutzt werden kann. Das sei auch notwendig, hieß es bei der Sitzung. Immerhin sind 158 Kinder für das nächste Kindergartenjahr angemeldet. Auch die Kanalbauarbeiten in der Pfarrer-Willkofer-Straße in Schmidgaden gehen gut voran, so der Bürgermeister.

Erich Amann (FWG Trisching) fragte nach, warum eine zweite Abstimmung über die Erweiterung des Gewerbegebietes in Schmidgaden erfolgt ist, nachdem der Gemeinderat diese schon einmal abgelehnt hatte. Laut Deichl liegen für das Gebiet bereits konkrete Nachfragen von ansiedelungswilligen Unternehmen vor. Darum seien die Verwaltung und auch er der Meinung gewesen, dass die Erschließung erfolgen sollte. Gemeinderat Amann führte ins Feld, dass man nicht gegen das Projekt sei, man habe durch eine Verschiebung nur die Verwaltung entlasten wollen. Gemeinderat Jens Tölg (FWG Trisching) hatte wegen einer befürchteten, höheren Verkehrsbelastung in Trisching eine Anregeung in Zusammenhang mit der Erweiterung des Gewerbegebietes in Schmidgaden: Hier solle man nur mehr ein konsumtives Gewerbe anzusiedeln, also Geschäfte, die Waren verkaufen.

Gemeinderat Hans-Jürgen Flierl (FWG Trisching) lobte die Arbeit des Bauhofes bei der Umsetzung der Brückenbauarbeiten im Magdalenental. Die Arbeiten seien hervorragend gelaufen und somit ein Startschuss für die weitere Sanierung des Gebietes. Bei der Sitzung gab der Bürgermeister auch Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung bekannt. So wurden für die Grundschule Rottendorf Aufträge für neue I-Pads im Wert von an 21.129 Euro an die Firma ACS vergeben. Reinigungsarbeiten für die Baustelle Kindergarten wurden für 4105 Euro an die Firma Götz vergeben.

Der Gemeinderat wurde bei dieser Sitzung nicht zuletzt über die Pflichtaufgabe "kommunale Archive" informiert. Dies tat der Landkreisarchivar für den nördlichen Landkreis, Felix Engel. Er fand die Pflichtaufgabe in der Gemeinde Schmidgaden gut umgesetzt. Mit Josef Mutzbauer habe man einen Mann gefunden, der sich sehr gut in diese Aufgabe eingearbeitet habe, dies alles ehrenamtlich. Denn nur so könnten Archive in kleineren Kommunen geführt werden.

Das Archiv der Gemeinde befindet sich laut Engel in der Mittelschule und ist sehr geordnet und übersichtlich. Dies liege vor allem an der guten Arbeit von Josef Mutzbauer. "Archive müssen sein, um die Arbeit der Kommunen für die Nachwelt zu dokumentieren, historische Dinge festzuhalten. Sie ermöglichen sowohl der Verwaltung, als auch interessierten Bürgern, sich Informationen aus vergangenen Dingen zu beschaffen." Die Gemeinde Schmidgaden ist momentan dabei, auch ihre Ablage neu zu organisieren. Sollte einmal kein Archivar gefunden werden, gibt es Kooperationsmodelle wo Gemeinden miteinander sich einen Archivar teilen. Die Gemeinde Schmidgaden sei hier auf einem guten Weg, Hieß es in der Sitzung. Josef Mutzbauer hat sich auch einen guten Ruf beim Staatsarchiv in Amberg erworben mit seiner Arbeit. Engel ermutigte die Gemeinde, die Arbeit so fortzusetzen, und damit einer Pflichtaufgabe nachzukommen, die oft nicht als solche angesehen werden.

Felix Engel, Kreisarchivar für den nördlichen Landkreis Schwandorf, informierte über Pflichten bei der Aufbewahrung von Dokumenten.

"Archive müssen sein, um die Arbeit der Kommunen für die Nachwelt zu dokumentieren, historische Dinge festzuhalten. Sie ermöglichen sowohl der Verwaltung, als auch interessierten Bürgern, sich Informationen aus vergangenen Dingen zu beschaffen."

Archivar Felix Engel

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