12.05.2019 - 15:41 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Runder Tisch soll Lösung bringen

Der Verkehr durch Schmidgaden und Trisching hat seit Eröffnung der Autobahn A6 stark zugenommen. Mit 186 Unterschriften fordern Einwohner die Politik auf, Maßnahmen gegen Lärm und Gefahren zu ergreifen.

Initiator Rupert Bauer (rechts) übergab die gesammelten Unterschriften an Bürgermeister Josef Deichl. Am Ortstermin nahmen auch (hinten, von links) stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl sowie die Abgeordneten Annette Karl, Karl Holmeier und Marianne Schieder teil.
von Richard AltmannProfil
Beim Ortstermin in Schmidgaden verdeutlichten Bewohner um Rupert Bauer (rechts) den Mandatsträgern die Situation an der Staatsstraße 2040.

Die gesammelten Unterschriften übergaben Vertreter der Initiative "Lärm- und Geschwindigkeitsreduzierung an der Staatstraße 2040" am Samstagvormittag an Bürgermeister Josef Deichl. Nachdem sich an der westlichen Ortsgrenze in Trisching eine Auf- und Abfahrt zur Autobahn befindet, sind sowohl Trisching als auch Schmidgaden vom Straßenlärm betroffen. Auch über eine zunehmende Verkehrsgefährdung wird geklagt. Bereits vor Jahren hat Rupert Bauer aus Schmidgaden eine Initiative gestartet, die auf Maßnahmen für besseren Lärmschutz und eine Reduzierung der Geschwindigkeit abzielt.

In der Bürgerversammlung hatte Bauer den Beitritt der Gemeinde zum Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung gefordert, um Geschwindigkeitsmessungen vornehmen lassen zu können. Bei einem Ortstermin am Samstag, bei dem die Unterstützer-Unterschriften übergeben wurden, machten sich Mandatsträger aus Bund und Land ein Bild der Lage. In Schmidgaden, unmittelbar an der Staatsstraße, an der Einfahrt Flugplatzstraße, schilderte Rupert Bauer noch einmal die Situation an der Staatsstraße. "Die Verhältnisse werden immer unerträglicher", beschrieb er. Ein Aufenthalt in den Gärten der unmittelbaren Anlieger an der Staatsstraße sei während der Woche fast nicht möglich.

Bei manchen Autofahrern entstehe der Eindruck, dass ein innerörtliches Tempolimit für sie ein Fremdwort sei. Oft entstünden gefährliche Situationen. Sehr unübersichtlich seien die Kreuzungsbereiche wo die Kreisstraße und die Obere Dorfstraße in die Staatsstraße münden. Bauer regte einen Kreisverkehr an, der hier Abhilfe schaffen könne. Bauer übergab einen ersten Schwung von 145 Unterschriften an Bürgermeister Josef Deichl und bat darum, dass die Gemeinde tätig wird.

"Die Problematik ist der Gemeinde wohlbekannt", entgegnete der Bürgermeister. Der Gemeinderat habe in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dem Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung beizutreten. Ab Juli könnten Geschwindigkeitskontrollen im Gemeindegebiet stattfinden. Der Gemeinderat werde das Anliegen der Initiative an das Staatliche Bauamt als zuständigen Baulastträger weiterleiten. Als eine erste Maßnahme sollen die Ortsschilder weiter nach außen versetzt werden, um den Innerortsbereich zu vergrößern. MdL Annette Karl (SPD) berichtete von einer ähnlichen Situation in Neustadt/WN. Dort sei das Problem an der Einfahrt zur A93 mit einer Fahrbahnverengung am Ortseingang und mit einem Kreisverkehr gelöst worden.

MdB Marianne Schieder (SPD) regte an, Lösungen in Zusammenarbeit mit dem Bauamt zu finden. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl verwies auf die Messstationen des Landkreises, auf denen die gefahrene Geschwindigkeit angezeigt wird. Eine gewisse Wirkung könnten auch Hinweisschilder auf Radarkontrollen erzielen. MdB Karl Holmeier (CSU) schlug einen Runden Tisch aller Beteiligten vor, um die beste Lösung für Schmidgaden und Trisching zu finden.. Zunächst aber sollte eine Verkehrsschau mit Polizei, staatlichem Bauamt und Gemeinde stattfinden.

Danach ging es weiter nach Trisching, wo sich ebenfalls viele Bürger eingefunden hatten. Um von der Siedlung ins Dorf und wieder zurück zu gelangen, überqueren hier viele Fußgänger die Staatsstraße im Kreuzungsbereich. Auch eine Bushaltestelle liegt unmittelbar an der Staatsstraße. Schon lange haben die Trischinger einen vernünftigen Übergang für Fußgänger auf dem Wunschzettel. Eine Lösung müsse auch für das Siedlungsgebiet „Am Bach“ gefunden werden, wo trotz Tempolimit häufig zu schnell gefahren werde. Martha Reimer aus Trisching übergab an Bürgermeister Deichl weitere 41 Unterschriften, so dass insgesamt 185 Unterschriften zusammenkamen. Am Schluss der Besichtigung gingen alle mit dem Willen auseinander, den Runden Tisch einzurichten. Es gelte Maßnahmen zu ergreifen, bevor Schlimmeres passiert.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Stefan Kreuzeck

Man muss die Straßen dort entschleunigen, mit Kreisverkehren, Verengungen und weiteren Maßnahmen, dazu feste Blitzer mit mobilen Anlagen kombinieren.
Sinnvoll wäre natürlich der schweizer Strafenkatalog auf der Straße, dann würde es deutlich weniger Überschreitungen geben.

17.05.2019