23.12.2018 - 12:23 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

„Schmidgaden West IV“ kann in Auftrag gehen

Für das Baugebiet „Schmidgaden West IV“ liegt das Ergebnis der frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung vor. Die vorgebrachten Einwände sind für die Gemeinde überschaubar.

Der Erschließung des Baugebietes "Schmidgaden West IV" stehen nach dem Ergebnis der Bürger- und Behördenbeteiligung keine Hindernisse im Weg.
von Richard BraunProfil

Für die Bauleit- und Erschließungsplanung ist das Ingenieurbüro Seuss aus Amberg zuständig. Dessen Aufgabe ist es, die Stellungsnahmen zu bewerten und in die Planung mit einzuarbeiten. Von den 47 angeschriebenen Behörden gaben 20 keine Rückantwort, 13 hatten keine Einwände und nur 14 machten Einwände, Anregungen oder Hinweise geltend. Das Bayernwerk hat angeboten, bei entsprechender Nachfrage das Baugebiet mit Erdgas zu versorgen. Das Landratsamt fordert ein neues Gutachten hinsichtlich der Belastung durch den Straßenlärm, da das Verkehrsaufkommen seit der letzten Bewertung deutlich gestiegen ist.

Das Gutachten hat die Gemeinde bereits in Auftrag gegeben. Explizit wurde auf die Lärmbelastung von Luftwärmepumpen hingewiesen. Hier müssen die geltenden Bestimmungen der "TA Lärm" eingehalten werden. Das Pultdach als bevorzugter Baustil, wie es der Kreisheimatpfleger vorschlägt, fand bei den Räten keinen Zuspruch. Über die Architektur sollte der Bauherr entscheiden können. Für die am Waldrand liegenden Bauplätze wurde als Abgrenzung zum Wald die Anpflanzung einer Hecke vorgeschrieben.

Einwände kamen von der Bundesnetzagentur, zuständig für den Süd-Ost-Link und von Tennet als Betreiber des Ostbayernrings. Beide Leitungen sollen in der gleichen Trasse verlaufen. Der geplante Korridor reicht bis 200 Meter an das Baugebiet heran. In diesem Fall macht die Gemeinde ältere Rechte geltend. Zusätzlich liegt seitens der Gemeinde die Ablehnung des Süd-Ost-Links vor. Auch in Bezug auf die geforderten Ausgleichsflächen können die Auflagen erfüllt werden. Das gleiche gilt auch für den Bebauungsplan "Marberg" und den Bebauungsplan "Inzendorf". Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Sondergebiet Paintballanlage" hat der Betreiber selbst für eine Ausgleichsfläche zu sorgen. Dies ist in der Gemarkung Trisching bereits erfolgt.

Nach der Abarbeitung der als berechtigt angesehenen Einwände, kann die Planung für die Erschließung von "Schmidgaden West IV" zum Abschluss gebracht werden. Die Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze der gemeindlichen Feuerwehren wurde um den neuen Verkehrssicherungsanhänger, den Pulverlöscher und die dafür benötigte Zugmaschine ergänzt. Dem stimmte der Gemeinderat zu. Als reine Formsache bezeichnete Bürgermeister Josef Deichl den Abschluss einer neuen Zweckvereinbarung mit dem Schulverband Schmidgaden. Dieser wurde vom Gemeinderat befürwortet. Zum Abschluss rief Bürgermeister Deichl noch einmal alle Maßnahmen des vergangenen Jahres in Erinnerung (dazu ein gesonderter Bericht). Dem Gemeinderat dankte er für die engagierte Mitarbeit zu Wohle der Gemeinde und verabschiedete ihn mit den besten Wünschen ins neue Jahr.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.