09.03.2020 - 18:41 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Ein Schutzkonzept gegen Gewalt

Die Pfarreiengemeinschaft beteiligt sich am Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt. Beim Pfarrfamiliennachmittag werden die Gläubigen darüber informiert.

Der Kirchenchor war für die musikalische Gestaltung zuständig.
von Richard AltmannProfil
PGR-Mitglied Herbert Schimmer stellte das Schutzkonzept vor.

Ein abwechslungsreiches Jahr liegt hinter der Pfarreiengemeinschaft Schmidgaden-Rottendorf. Pfarrgemeinderatssprecher Karl Meier erwähnte beim Pfarrfamiliennachmittag das Pfarrfest und die Wallfahrt ins Kloster Speinshart. Es wurden wieder Lektoren- und Kommunionhelferdienste organisiert. Der Pfarrgemeinderat hat sich mit dem Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt beschäftigt und dazu eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Alle halfen zusammen

Anfang Februar wurde der 80. Geburtstag von Pfarrer Richard Salzl gefeiert. Hier haben alle tatkräftig mitgeholfen - ob aus Rottendorf, Gösselsdorf, Trisching oder Schmidgaden. Bauhof, Hausmeister und etliche Vereine legten sich ins Zeug. Auch viele Kuchen wurden gespendet. Ruhestandspfarrer Richard Salzl bedankte sich noch einmal persönlich für den "wunderschönen Geburtstag" und die Spenden für Hilfsorganisationen. Die Initiative ging von seiner Haushälterin Gisela Beer aus.

Die Sache mit dem Friedhof

Bürgermeister Josef Deichl sprach von einem Zeichen für eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Bei der Vereinbarung zwischen Gemeinde und Kirchenstiftung in Sachen Friedhof sei man auf einem guten Weg. Beide Parteien seien sich einig, dass der Vertrag von Seiten der damals in der Gemeinde Verantwortlichen nie hätte gekündigt werden dürfen. Pfarrer Gerhard Wagner sieht die Entwicklung positiv. "Gemeinsam sind wir stark und gemeinsam sind wir ein gutes Team."

Ein Leitfaden

Von seiten der Diözese Regensburg gibt es die Weisung, ein Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt für jede Pfarrei bzw. Pfarreiengemeinschaft zu erarbeiten. Dieses Themas hat man sich im Dekanat Nabburg ebenfalls angenommen und die einzelnen Pfarrgemeinden dazu bewegt, ein eigenes Konzept zu erstellen. In der Pfarreiengemeinschaft hat sich Pfarrgemeinderatsmitglied Herbert Schimmer darum angenommen. Schon bei der Dekanatsversammlung im letzten Sommer stellte die Beauftragte für Prävention der Diözese, Judith Helmig, das Vorhaben vor. Hier wurde klar festgelegt, dass ein Schutzkonzept für jeden Pfarrverband extra gemacht werden müsse, denn die Situation vor Ort differiere.

Im Herbst wurden in den Pfarrgemeinderatssitzungen in Schmidgaden und Rottendorf acht Personen benannt, die sich in den einzelnen Orten mit der Erarbeitung beschäftigen. Ziel ist es, einen Leitfaden für die Kinder- und Jugendarbeit zu erstellen. Darin geht es nicht nur um sexualisierte Gewalt, sondern auch um Rassismus und Mobbing.

Musikalisch wurde der Pfarrfamiliennachmittag vom Kirchenchor Schmidgaden unter der Leitung von Martina Neubauer gestaltet.

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