18.11.2018 - 13:20 Uhr
SchmidgadenOberpfalz

Stromtrasse: Bürger am Zug

Der geplante Ostbayernring überspannt die Gemeinde auf einer Länge von rund acht Kilometer. Als Verfahrensträgerin hat "Tennet" das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Nun haben die Bürger das Wort.

Strommasten direkt am Ortsrand, wie hier bei Inzendorf, sollen bald der Vergangenheit angehören. Der Ostbayernring rückt 300 Meter vom Dorf weg.
von Richard BraunProfil

Bis zum Jahresende kann sich die Bevölkerung mit schriftlichen Einwendungen am Verfahren beteiligen. Zwölf Ordner füllen mittlerweile die Schriftstücke und Pläne, die sich allein um den Ostbayernring im Gemeindegebiet angesammelt haben. Bis zum 28. November liegen diese zur Einsichtnahme in der Verwaltung auf. Dann besteht noch bis zum 28. Dezember die Möglichkeit, etwaige Einwände schriftlich vorzubringen.

Der Ostbayernring durchquert als 380-/220-kV Drehstrom-Freileitungsverbindung auf einer Länge von 298 Kilometern die Regierungsbezirke Niederbayern, Oberpfalz und Oberfranken. Die Gemeinde ist dabei mit der Strecke von Hartenricht über Inzendorf bis Windpaissing auf einer Länge von acht Kilometer in das Verfahren eingebunden. Größtenteils orientiert sich die Trassenführung an der bestehenden Stromtrasse.

Nach Einsprüchen seitens der Gemeinde wurde die Trasse in Hartenricht, Gösselsdorf und Inzendorf etwa 300 Meter von den Orten weggerückt. Der Stromtransport erfolgt über sogenannte "Donaumasten", die eine Höhe von 47,5 bis 70 Meter aufweisen. Das Planfeststellungsverfahren läuft unter der Regie der Regierung der Oberpfalz.

Einen ganzen Katalog von Maßnahmen und Vorhaben präsentierte Bürgermeister Josef Deichl dem Gemeinderat in seinen Informationen. Am 23. November ist die Konzeptvorstellung "Magdalenental" als Ortstermin vorgesehen. Bürgermeister Deichl wünscht sich besonders die Beteiligung der Jugend. Er denkt dabei an die Gründung eines Jugendbeirates, der die Vorstellungen der jungen Leute gegenüber dem Gemeinderat vertritt.

Bauland nötig

Die Bauplatzsituation im Gemeindegebiet hat sich weiter verschärft: In den Ortsteilen Trisching und Schmidgaden sind keine gemeindeeigenen Plätze mehr vorhanden. In Inzendorf stehen noch fünf und in Rottendorf vier Plätze zum Verkauf. Der Bürgermeister gab bekannt, dass der Grunderwerb von Bauland in Trisching mit Erfolg gekrönt ist. Das Auslegungsverfahren für das "Baugebiet West IV" wird eingeleitet.

Die rege Bautätigkeit führte zu steigenden Kinderzahlen, die dem Fortbestand der Mittelschule in Schmidgaden auch in Zukunft sichern. Zusätzlich wurde mit der Heilpädagogischen Zentrum ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Zusammen mit diesen Schülern sehe die Zukunft für die Mittelschule rosig aus. Steigende Kinderzahlen brächten aber auch neue Herausforderungen für den Kindergarten. Zusätzlich sei die Erweiterung des Angebotes um Krippen- und Ganztagsplätze geplant. Die Räumlichkeiten seien diesen Anforderungen nicht mehr gewachsen.

Die erste Planung für eine Erweiterung ist laut Deichl wegen der fehlenden behindertengerechten Ausführung hinfällig. Auch im Außenbereich seien einer Erweiterung enge Grenzen gesetzt. Mit dieser Aufgabe werde sich der Rat in Zukunft noch öfter auseinandersetzen müssen.

Die Wasserleitungsrohre rund um das Gebiet Rottendorf sind größtenteils erneuert. Gerade in der Bauphase wurde vom Gesundheitsamt das oftmalige Chlorieren des Trinkwassers aus hygienischen Gründen vorgeschrieben. Diese Maßnahme wird noch bis zum Jahresende fortgesetzt. "Von daher rührt auch der verstärkte Chlorgeruch des Wassers", trug Bürgermeister Josef Deichl zur Klärung des Sachverhaltes bei.

Bei der Straßenplanung in Rottendorf wird die Versorgung mit einem Glasfaseranschluss mitberücksichtigt. Die einzelnen Hausanschlüsse sollen gleich mit verlegt werden.

Die Zukunft der Mittelschule ist gesichert. Steigende Schülerzahlen und ein Kooperationsvertrag mit dem HPZ gewährleisten die notwendigen Schülerzahlen.

Der Kindergarten platzt aus allen Nähten. Eine Erweiterung muss ins Auge gefasst werden.

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